Protest gegen Haushaltspolitik der Bundesregierung: Landwirte demonstrieren in Magdeburg
Am Sonntagnachmittag fand in Magdeburg eine Großdemonstration von Land- und Forstwirten aus mehreren Bundesländern statt. Unter dem Motto "Zu viel ist zu viel" machten sie ihrem Unmut über die Haushaltspolitik der Bundesregierung Luft. Hunderte Demonstranten waren mit ihren Traktoren bis zum Magdeburger Domplatz gefahren und sorgten durch lautes Hupen für Aufsehen. Schilder und Transparente mit Parolen wie "Ampel-Irrsinn nicht auf dem Rücken der Bauern" und "Politischer Mist düngt nicht" verdeutlichten ihren Unmut.
Trotz angemeldeter 5000 Teilnehmer zählte die Polizei lediglich etwa 900 Personen. Knapp 200 Traktoren und Lastwagen waren auf den Straßen zu sehen. Am Abend kam es dann zu weiteren Behinderungen auf den Autobahnen 2 und 14, als mehrere Traktoren den Verkehr in Schleichfahrt blockierten. Die Polizei leitete die Traktoren an den nächsten Anschlussstellen von der Autobahn ab, nahm die Personalien der Fahrer auf und leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.
Martin Dippe, Präsident des Bauernbundes Sachsen-Anhalt, betonte, dass es den Landwirten nicht nur um ihre eigenen Anliegen gehe, sondern um die Belange der gesamten Gesellschaft. Die Bundesregierung müsse ihren Kurs ändern und weitere Belastungen vermeiden. Die Proteste sollten nicht ignoriert werden.
Die Landwirte gehen bereits seit Wochen bundesweit auf die Straße, um gegen die geplante Abschaffung von Steuerentlastungen beim Agrardiesel zu protestieren. Obwohl weitergehende Pläne der Bundesregierung zurückgezogen wurden, kritisieren die Landwirte auch geringere Beihilfen aus Brüssel, die Erhöhung der Lkw-Maut und bürokratische Hürden. Mehrere Bauern-Organisationen hatten zu der Demonstration in Magdeburg aufgerufen. (eulerpool-AFX)

