Protest gegen Agrardiesel-Kürzung: Tausende demonstrieren in München
Unter dem Motto "Hand in Hand für unser Land" versammelten sich am Sonntag nach Angaben der Polizei rund 10.000 Menschen zu einer Demonstration in München. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit bis zu 50.000 Teilnehmern gerechnet. Ein breites Bündnis aus Landwirten, Handwerkern, Gastronomen, Spediteuren und Angestellten des öffentlichen Dienstes hatte zu dem Protest aufgerufen.
Während der Demonstration hielten die Teilnehmenden Plakate mit Aufschriften wie "Nein zur grünen Planwirtschaft" und "Zu viel ist zu viel - Neuwahlen jetzt" in die Höhe. Die Protestierenden richteten sich vor allem gegen die Pläne der Bundesregierung, die Subvention des Agrardiesels in Deutschland schrittweise bis 2026 zu beenden.
Obwohl die Veranstalter dazu aufgerufen hatten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und auf Traktoren und Lastwagen zu verzichten, waren dennoch etwa 300 Fahrzeuge auf der Theresienwiese vertreten, wie eine Polizeisprecherin bekannt gab. Vermutlich hatten die anhaltenden Streiks bei der Deutschen Bahn vielen Teilnehmern die Anreise erschwert.
Die Proteste der Bauern gegen die geplante Kürzung des Agrardiesels finden seit Anfang Januar in ganz Deutschland statt. Die Landwirte sind besorgt darüber, dass die schrittweise Beendigung der Subvention zu erheblichen finanziellen Belastungen führen kann. (eulerpool-AFX)

