Pro Bahn kritisiert Warnstreik im ÖPNV - Fahrgäste unangenehm überrascht
Der Fahrgastverband Pro Bahn zeigt sich unzufrieden mit dem angekündigten Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an diesem Freitag. Pro-Bahn-Vorsitzender Detlef Neuß betonte, dass dieser Streik eine äußerst unangenehme Situation für die Fahrgäste darstelle. Gerade als diese dachten, dass sich die Lage verbessert hat, bricht der nächste Arbeitskampf aus.
Die Gewerkschaft Verdi hatte den meist ganztägigen ÖPNV-Warnstreik in etwa 80 deutschen Städten am Montag angekündigt, nur Stunden nach dem Ende des Lokführerstreiks der Gewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn. Neuß bemängelt, dass die aufeinander folgenden Streiks sicherlich unglücklich seien. Insbesondere in den bereits verkehrsgeplagten Großstädten führt der Warnstreik zu weiteren Beeinträchtigungen. Dennoch zeigte er Verständnis für die Anliegen von Verdi und den ÖPNV-Beschäftigten.
Mit Ausnahme Bayerns verhandelt Verdi parallel in allen Bundesländern mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden über neue Tarifverträge für rund 90.000 Beschäftigte im ÖPNV. Mehr als 130 kommunale Unternehmen in etwa 80 Städten und 40 Landkreisen sind von dieser Tarifrunde betroffen, wobei in den meisten Bundesländern hauptsächlich über neue Manteltarifverträge und somit vor allem über Arbeitsbedingungen verhandelt wird. In Brandenburg, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen geht es auch um höhere Entgelte, sprich Löhne und Gehälter.
Es ist wichtig anzumerken, dass Bayern von den Arbeitskämpfen komplett ausgenommen ist, da dort derzeit keine Tarifverhandlungen stattfinden. (eulerpool-AFX)

