Polizist in Athen erschossen
Augenzeugen berichteten von drei bis vier Tätern, die Helme trugen und auf Motorrädern flohen. «Der Mann wurde kaltblütig ermordet», sagte der Polizeisprecher weiter. Die Regierung verurteilte das Attentat unterdessen. In Griechenland kommt es seit Dezember vergangenen Jahres vermehrt zu Angriffen auf die Polizei. Damals war ein 15-Jähriger in Athen durch eine Polizeikugel getötet worden.
Bei dem ermordeten Polizisten soll es sich um einen Personenschützer handeln, der auf eine Frau aufgepasst habe, die als Zeugin gegen eine griechische Untergrundorganisation aufgetreten war. Zum Zeitpunkt des Attentats befand sich das Opfer in seinem Auto vor der Wohnung der Zeugin. Wie der Polizeisprecher weiter sagte, hat die ballistische Untersuchung ergeben, dass eine der Tatwaffen bereits in den vergangenen Monaten von einer linken Organisation namens «Revolutionären-Sekte» eingesetzt worden war. Sie sei bei Angriffen auf eine Polizeistation und einen Fernsehsender verwendet worden. Verletzt wurde damals niemand.
Auf den Tod des 15-Jährigen im Dezember folgten wochenlange gewaltsame Demonstrationen, bei denen Dutzende Geschäfte von Vermummten zerstört wurden. Im Januar wurde ein Polizist bei einem Angriff von schwer bewaffneten Extremisten lebensgefährlich verletzt. Zudem wurden mehrere Bombenanschläge auf Polizeistationen, einen Polizeibus und Banken sowie staatliche Einrichtungen verübt. Zu den Taten bekannten sich die linken Gruppen «Volksaktion», «Revolutionärer Kampf» und «Revolutionären-Sekte».

