Podcast-Revolution: Apple will den Markt von hinten aufrollen

• Apple führt kostenpflichtigen Podcast-Dienst "Apple Podcast Subscriptions" ein
• Premium-Abonnements bieten Zugriff auf exklusive Inhalte über neue Bezahlfunktion
• Neuer Apple-Podcast-Dienst ist in 170 Ländern und Regionen erreichbar

Das ist neu bei Apple Podcasts

Bereits seit 2005 können Apple-Kunden die iTunes-Funktion nutzen, um Podcasts lauschen zu können. Seit diesem Monat ist es möglich, zusätzlich zu den kostenlosen Podcasts auch kostenpflichtige Sendungen anzuhören, heißt es in einer Pressemitteilung des Tech-Konzerns.

"Vor 15 Jahren hat Apple Podcasts in den Mainstream gebracht und bietet den Macher:innen eine erstklassige, offene Plattform, um Hunderte von Millionen Hörer:innen auf der ganzen Welt zu informieren, zu unterhalten und zu inspirieren", erklärt Eddy Cue, Senior Vice President of Internet Software and Services bei Apple in der Pressemitteilung. "Heute ist Apple Podcasts der beste Ort für Hörer:innen, um Millionen von großartigen Sendungen zu entdecken und zu genießen, und wir sind stolz darauf, mit Apple Podcasts Abonnements das nächste Kapitel des Podcasting zu beginnen. Wir freuen uns, diese leistungsstarke neue Plattform für Produzent:innen auf der ganzen Welt einzuführen und können es kaum erwarten, zu hören, was sie daraus machen", fügt er weiterhin hinzu.

So funktioniert der neue Apple-Podcast-Dienst

Die neue Apple-Podcast-Funktion, die im April dieses Jahres durch Apple-Chef Tim Cook im Rahmen der Frühjahrs-Keynote des Unternehmens vorgestellt wurde, könnte den Podcast-Markt gehörig aufrütteln.

Mit dem Update auf das neue iOS 14.5 Betriebssystem, wurde gleichzeitig die neue Podcast-Funktion "Apple Podcasts Subscriptions" eingeführt. Diese ermöglicht es Podcast-Produzenten, kostenpflichtige Audio-Inhalte über die Apple-Podcasts-Plattform anzubieten. Der Hintergrund dafür ist Folgender: Podcast-Macherinnen und -Macher können für 20 US-Dollar im Jahr am sogenannten "Apple Podcasters Program" teilnehmen, welches ihnen die Möglichkeit bietet, im Anschluss Geld für ihre Audio-Inhalte verlangen zu können. Dabei darf der Preis individuell bestimmt werden, um entweder monatlich oder jährlich bei Premium-Abonnenten in rund 170 Ländern abgebucht zu werden, so die Experten des Redaktionsnetzwerks Deutschland, kurz RND. Das "Apple Podcasters Program" soll kreativen Köpfen dabei helfen, mehr über Podcasting zu erfahren und sich zusätzlich über die neusten Funktionen und Praxistipps zu informieren, heißt es dazu auf der Apple-Website.

Apple erhält Provision für Podcasts

Laut Apple könne ein Abonnement für eine Show auf bis zu sechs Familienmitglieder verteilt werden - abgerechnet über das übliche Bezahlsystem per Apple-ID, wie auch bei App-Store-Einkäufen üblich. Gleichzeitig könnten Podcast-Macher via Analysefunktion einsehen, wie es um den Erfolg ihrer Inhalte steht. Für all die bereitgestellten Funktionen behält sich Apple jedoch vor, im ersten Jahr eine Provision in Höhe von 30 Prozent des Abonnement-Preises einzubehalten; im zweiten Jahr beträgt die Höhe der Provision 15 Prozent, so RND.

Das macht die neue Apple-Podcast-Funktion so einzigartig

Ein Abo-Modell dieser Art ist bislang einzigartig, da Podcastern bislang nur zwei Möglichkeiten blieben, um Geld mit ihren Audio-Shows zu verdienen: Eine Exklusivbindung an einen Streaming-Dienst, von dem sie dann für ihre Sendungen bezahlt werden oder das Verbleiben auf dem freien Markt sowie die Kooperation mit Werbepartnern oder die Bemühung um freiwillige Bezahlmodelle über Crowdfunding-Plattformen.

Wie RND weiterhin ausführt, können Podcast-Macher durch das neue Bezahlmodell von Apple Geld verdienen, ohne dabei ihre Unabhängigkeit aufgeben zu müssen. Die Kehrseite der Medaille bilden zum einen das weitere Abonnement, das Apple-Kunden künftig zahlen müssten, um Zugriff auf sämtliche Sendungen zu erhalten sowie die Verfügbarkeit der Podcasts, die sich aktuell ausschließlich auf Apple-Geräte beschränkt.

Inna Warkus /

Ausland
[finanzen.net] · 14.05.2021 · 23:43 Uhr
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