Plötzliche Wende in Davos: Merz trifft auf unerwartete Trump-Verzögerung
Ein mit Spannung erwartetes Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos scheint ins Wasser zu fallen, da Trumps verspätete Ankunft eine Begegnung erschwert. Der US-Präsident war aufgrund technischer Schwierigkeiten gezwungen, seine Anreise zur Schweiz zu verzögern. Ein „kleines elektrisches Problem“ hatte die Besatzung der Air Force One nach dem Start festgestellt, was den sofortigen Rückflug zum Militärflugplatz Joint Base Andrews bei Washington erforderlich machte. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt informierte die mitreisende Presse über die Situation.
Die Reise wurde daraufhin mit einer kleineren Maschine, der Boeing 757, fortgesetzt, wodurch sich die Ankunftszeit des Präsidenten erheblich verzögerte. Trotz des holprigen Starts plante Trump, nach der verspäteten Landung in Zürich direkt nach Davos zu reisen, um seine geplante Rede später am Nachmittag zu halten.
Bundeskanzler Merz hatte fest mit einem Gespräch mit Trump gerechnet, besonders im Hinblick auf die umstrittenen Besitzansprüche der USA auf die Arktisinsel Grönland. Am Vortag äußerte Merz klar seinen Wunsch, Trump auf dem Forum zu treffen, um die europäischen sowie deutschen Interessen zu verteidigen. Obwohl die Bedrohungsanalyse hinsichtlich Grönlands in den USA derzeit als wenig dramatisch erachtet wird, betonte Merz, dass sich dies in Zukunft ändern könnte. Er erinnerte daran, dass die USA früher über 30.000 Soldaten auf Grönland stationiert hatten, während es heute weniger als 200 sind. Trump begründet seinen Wunsch, Grönland zu übernehmen, mit strategischen Sicherheitsinteressen.

