Personalisiertes Marketing – die Werbung der Zukunft

„Zuletzt angesehen“, „Andere Kunden kauften auch“, „Das könnte Sie auch interessieren“ – das World Wide Web wird zunehmend zum persönlichen Berater; wie ein guter Freund, der Shopping-Tipps gibt. Personalisiertes Marketing nennt sich diese „Kumpel“-Strategie. Beim Kunden kommt die Aufmerksamkeit gut an. Einer aktuellen Studie von McKinsey zufolge fordern rund 46 Prozent der Probanden oft oder manchmal aktiv personalisierte Nachrichten an. In den USA sind es sogar 55 Prozent. Doch wie sieht personalisiertes Marketing eigentlich aus?

Persönliche E-Mails

Welche E-Mail erreicht mehr Leser – die von „Firma XY“ oder die von „Jonas von Firma XY“? Variante Nummer zwei macht das Rennen. Nachrichten mit persönlichem Absender landen seltener im Papierkorb als unpersönliche. Der Kunde ist positiv überrascht: Jemand nimmt sich Zeit für ihn. Noch mehr Anklang findet die E-Mail mit einem Foto des Teammitglieds und einer persönlichen Signatur.

pixabay.com ©geralt (Creative Commons CC0)

Auch der Empfänger will persönlich angesprochen werden. „Lieber Kunde“ oder ein einfaches „Hallo“ stechen nicht mehr aus der E-Mail-Flut heraus. Er liest lieber seinen eigenen Namen. „Guten Morgen, Linda“ oder „Neue Serien-Highlights für Dich, Alexander“ weiß er mehr zu schätzen. Natürlich freut er sich auch über einen kleinen Geburtstagsgruß oder Glückwünsche zum Namenstag.

Produkte empfehlen

Keine Frage, mit Feinstrumpfhosen oder romantischen Liebeskomödien weckt man im Durchschnitt bei Männern weniger Interesse als mit sportlichen Poloshirts und Actionfilmen. Ergo: Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann ihr maßgeschneiderten Content servieren. Umso wichtiger ist eine gründliche Zielgruppenanalyse.

Für diese Analyse braucht es demografische Daten wie Alter, Wohnort, Geschlecht, Familienstand, Berufsgruppe und Interessen. Und hier kommen Cookies ins Spiel. Gibt der User vor dem Besuch einer Website sein Okay, erstellt sie ein persönliches Userprofil – die Basis für ein individuelleres Kundenerlebnis. Ab sofort spielt die Website ihrem Besucher zu seinen Daten passende Produkte aus und setzt damit gezielt Kaufimpulse.

Den Kunden mit einbeziehen

Der Kunde ist mehr als ein passiver Beobachter – er will aktiv sein und eingebunden werden. Das erreichen Webseitenbetreiber mit Umfragen, Gewinnspielen und kleinen Online-Wettbewerben. Auch Online-Shops, die Raum für gestalterische Freiheit und Kreativität bieten, sorgen für ein befriedigendes Nutzerlebnis, ob der Nutzer nun Werbeartikel mit individuellen Botschaften wie dem Firmenlogo gestaltet, ein Sofa mit den Wunschmaßen konfiguriert oder sich seinen Wunschrechner zusammenstellt. Die Möglichkeit, individualisierte Produkte zu schaffen, wirkt sich positiv auf das Image des Anbieters aus – und damit auch auf die Klickzahlen und den Umsatz.

IT / Praxistipps / Marketing / Strategie / USA
[onlinemarktplatz.de] · 13.02.2020 · 19:58 Uhr
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