pbb-Aktie etwas fester: Deutsche Pfandbriefbank hebt Prognose zum Vorsteuergewinn an

Für 2019 peilt das Management jetzt ein Vorsteuerergebnis von 205 bis 215 Millionen Euro an, wie das Geldhaus am Donnerstagabend in München mitteilte. Zuletzt war Vorstandschef Andreas Arndt von etwa 190 Millionen Euro ausgegangen. Mit der neuen Prognose ist es nun denkbar, dass die Bank ihren Vorsteuergewinn von 215 Millionen aus dem Vorjahr wieder erreicht. Arndt hatte das Gewinnziel bereits im Juni angehoben.

Seit dem Jahreswechsel hat das Papier damit schon fast die Hälfte an Wert gewonnen.

In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte die Bank ihren Gewinn vor Steuern um neun Prozent auf 187 Millionen Euro. Das dritte Quartal brachte dabei einen besonders starken Schub: Mit 70 Millionen Euro lag der Vorsteuergewinn rund 43 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die pbb erklärte die Gewinnsteigerung mit ihrem Kerngeschäft. So habe die Bank ihr Geschäft ausgeweitet und sich zugleich günstiger refinanziert. Zudem hätten Kunden deutlich höhere Entschädigungen an die Bank bezahlt, weil sie Kredite vorzeitig zurückgezahlt hätten. Die Rückstellungen für faule Kredite lagen der Mitteilung zufolge dabei auf Vorjahresniveau.

Für das vierte Quartal rechnet die Bankspitze allerdings mit deutlich höheren Aufwendungen - auch wegen gefährdeter Kredite. So werde das Geldhaus ihre Risikovorsorge infolge der konjunkturellen Unsicherheiten voraussichtlich anheben müssen. Seinen vollständigen Zwischenbericht zum dritten Quartal will das Institut wie geplant am 11. November veröffentlichen.

Deutsche Pfandbriefbank-Aktie fest

Starke Zahlen und ein angehobenes Ergebnisziel bescherten der Deutschen Pfandbriefbank am Freitag weitere Kursgewinne: Im XETRA-Handel legten die Aktien um 2,76 Prozent auf 13,01 Euro zu.

Der Spezialist für Immobilienfinanzierungen habe mit dem Vorsteuergewinn im dritten Quartal die Konsensschätzung deutlich übertroffen, schrieb ein Händler.

Sorgen bereitet dem Händler indes, dass die Deutsche Pfandbriefbank für das Schlussquartal wegen der anhaltenden konjunkturellen Unsicherheit eine höhere Risikovorsorge ankündigte. Dies könnte vor allem im kommenden Jahr zu einem Thema werden.

/gl/fba

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MÜNCHEN / FRANKFURT (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 08.11.2019 · 17:53 Uhr
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