Paramount zieht um: Kaliforniens Bürokratie vertreibt ein Imperium

Kalifornien verliert ein Imperium
Paramount hat die Konsequenz gezogen, die jedes Unternehmen irgendwann ziehen muss, wenn es von einer Partei regiert wird, die aus Steuern und Prozessen ihren Lebensunterhalt verdient. Ab Oktober verlegt der Konzern seine gesamte Film- und TV-Produktion in Staaten, die nicht mit Anwälten, sondern mit Steuersätzen locken, die man behalten darf. Tennessee, Georgia und Texas sind die neuen Adressen.
David Ellison hat fünf Jahre für den Umzug veranschlagt. Verkauft wird, was sich nicht mitnehmen lässt. Kalifornien verliert nicht nur die Jobs, sondern auch die Steuerbasis, die es brauchte, um die nächste Generation von Klägern zu finanzieren. Tesla hat dasselbe Spiel schon einmal gespielt. Die Lektion wird nicht verstanden.
Die Klage, die alles verzögert
Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta hat die Warner-Übernahme mit einer Wettbewerbsklage blockiert. Angeblich geht es um Kinomärkte. Tatsächlich geht es darum, dass ein demokratisch regierter Bundesstaat sein Veto gegen ein Geschäft einlegen will, das in republikanisch geführten Staaten ohne Papiereberge über die Bühne gegangen wäre.
Das Gericht hat den Prozess auf März 2026 verschoben. Jeder weitere Monat kostet Paramount 650 Millionen Dollar an zusätzlichen Zahlungen an Warner-Aktionäre. Die Frist für den Abschluss läuft bis Juni 2027. Verpasst Paramount diesen Termin, steht eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar im Raum. Die Transaktion wird damit mindestens 1,3 Milliarden Dollar teurer – allein wegen politischer Einmischung.
Der Steuerzahler zahlt doppelt
Kaliforniens Bürger verlieren erst die Arbeitsplätze, dann finanzieren sie die Subventionen, mit denen die Politik die nächsten Unternehmen locken will. Beides ist Verschwendung, beides ist das Ergebnis einer Politik, die Unternehmen als Melkkühe und nicht als Schöpfer von Wohlstand betrachtet.
Wer in Kalifornien bleibt, akzeptiert freiwillig die höchsten Steuern und die aggressivsten Klagewellen des Landes. Paramount zeigt, dass es Alternativen gibt. Texas und Tennessee nehmen das Unternehmen ohne Gewerkschaftszwang und ohne endlose Prozesse auf.
Die Lehre, die niemand hören will
Wer Unternehmen mit Wettbewerbsklagen und Steuererhöhungen jagt, verliert sie. Wer sie in Ruhe lässt, gewinnt Kapital und Jobs. Kalifornien hat seine Wahl getroffen. Die Konsequenzen tragen die Menschen, die dort wohnen und arbeiten – und die Rechnung, die am Ende immer der Steuerzahler bezahlt.

