Palworld: Pocketpair plante ursprünglich ein völlig anderes Spiel
Heute zählt Palworld zu den erfolgreichsten Survival-Spielen der vergangenen Jahre. Doch beinahe wäre das Projekt in eine völlig andere Richtung gegangen. Wie John „Bucky“ Buckley, Publishing- und Kommunikationschef von Pocketpair, jetzt verriet, war Palworld (hier zur Game Review) ursprünglich gar nicht als Open-World-Survivalspiel geplant. Stattdessen arbeitete das Studio zunächst an einer Fabriksimulation, die sich stark an Spielen wie Satisfactory orientieren sollte.
Die Grundidee bestand darin, dass die sogenannten Pals verschiedene Arbeiten in einer Fabrik übernehmen. Jeder Pal sollte individuelle Fähigkeiten besitzen und Produktionsabläufe automatisieren. Während der Entwicklung stellte das Team jedoch fest, dass sich aus dem Konzept deutlich mehr herausholen ließ. Schritt für Schritt entwickelte sich daraus das Open-World-Abenteuer, das Millionen Spieler heute kennen. Die Wurzeln des ursprünglichen Konzepts sind allerdings noch immer im fertigen Spiel zu erkennen – etwa beim Basenbau oder den Automatisierungsmechaniken.
Der Erfolg eröffnet neue Möglichkeiten
Der enorme Erfolg von Palworld hat Pocketpair inzwischen neue Freiheiten verschafft. Nach dem Launch der Version 1.0 arbeitet das Studio nicht nur weiter an neuen Inhalten für das Hauptspiel, sondern experimentiert auch mit zusätzlichen Projekten im Palworld-Universum. Laut Buckley befinden sich bereits mehrere noch unangekündigte Ideen in Entwicklung, über die das Studio aktuell allerdings noch nicht sprechen möchte.
Angefangen hat alles mit der Frage: Wäre es nicht lustig, ein Fabrikspiel wie Satisfactory zu haben, in dem statt Maschinen kleine Kreaturen zum Einsatz kommen?
Bereits bekannt sind das Farming-Spin-off Palworld: Palfarm sowie das ungewöhnliche Dating-Spiel Pal♡world! ~More Than Just Pals~. Damit macht Pocketpair deutlich, dass die Marke längst über das eigentliche Survival-Spiel hinaus wachsen soll.
Fans sind froh über den Kurswechsel
In der Community kommt die Geschichte über die Entstehung von Palworld gut an. Viele Spieler schreiben, dass gerade der Mix aus Survival, Basenbau und Monster-Sammeln den besonderen Reiz des Spiels ausmacht. Rückblickend sind zahlreiche Fans deshalb überzeugt, dass Pocketpair mit der Entscheidung gegen eine reine Fabriksimulation alles richtig gemacht hat.
Nach über 40 Millionen Spielern und dem erfolgreichen Start von Version 1.0 dürfte das Studio diese Entscheidung ebenfalls kaum bereuen. Statt einer Nischen-Fabriksimulation entstand eines der erfolgreichsten Indie-Spiele der vergangenen Jahre – und offenbar hat Pocketpair mit dem Palworld-Universum noch längst nicht alle Pläne verwirklicht.


