Längster Absenktunnel der Welt

Ostseetunnel: Drittes von 89 Elementen abgesenkt

02. August 2026, 16:28 Uhr · Quelle: dpa
Drittes Element des Fehmarnbelt-Tunnels abgesenkt
Foto: --/Femern A/S/dpa
Bis zur Fertigstellung des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels müssen noch 86 weitere Tunnelelemente ins Meer gelassen werden - dafür sorgen Spezialschiffe.
Der Bau des Ostseetunnels von Fehmarn nach Dänemark geht Schritt für Schritt voran. Ein weiteres Tunnelelement liegt nun auf dem Meeresboden. Wie viel von 18 Kilometern ist damit geschafft?

Puttgarden/Rødbyhavn (dpa) - Und wieder ist ein fast 220 Meter langes Betonelement des geplanten Fehmarnbelttunnels auf dem Ostseeboden versenkt: Damit liegt nun bereits das dritte Element für den längsten Absenktunnel der Welt auf dem Meeresboden zwischen Dänemark und Deutschland, wie die Betreibergesellschaft Femern A/S berichtete. Der 18 Kilometer lange Tunnel wird am Ende aus 89 Elementen bestehen. 

Durch den Tunnel werden dann eine vierspurige Autobahn - zwei Fahrbahnen je Richtung - sowie Züge fahren. Autos werden etwa zehn Minuten für die Reise durch den Fehmarnbelt benötigen, Züge etwa sieben. Das Projekt gilt den Angaben zufolge als eines der größten Infrastrukturprojekte Europas. 

Anfang Mai war das erste Tunnelelement für die Querung zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland abgesenkt worden. Die jeweils 73.500 Tonnen schweren Tunnelelemente werden in Rødbyhavn auf Lolland hergestellt. Jedes von ihnen ist in etwa so groß wie ein Frachtschiff.

Bauabschluss wohl erst nach 2030

Bereits am Donnerstagabend hatten fünf Schlepper damit begonnen, das mehr als 73.500 Tonnen schwere Betonelement zum Tunnelgraben zu transportieren. Dort wurde es über dem Tunnelgraben mit Hilfe von Stahlseilen in Position gebracht. 

Das eigentliche Absenken startete in der Nacht zum Freitag, am Samstagmorgen lag es nach Angaben der Betreibergesellschaft korrekt positioniert und mit dem bereits installierten Teil des Tunnels verbunden auf dem Meeresboden. 

«Jeder Absenkvorgang ist eine anspruchsvolle Präzisionsaufgabe, bei der viele Komponenten zusammenspielen müssen», sagte der stellvertretende Projektdirektor, Lasse Vester, laut Mitteilung. 

Das Tunnelteil wird nun noch mit Steinen und Schotter bedeckt, damit es im Tunnelgraben gesichert ist. Zeitgleich beginnen den Angaben zufolge bereits die Arbeiten für Teil vier. Jedes Element trägt übrigens den Namen einer Stadt, die an der Verkehrsachse Malta-Finnland liegt, deren zentraler Bestandteil der Tunnel sein soll. Das dritte Element heißt nun Heiligenhafen.

Ursprünglich sollte der Ostseetunnel 2029 fertig werden. Doch der Bau des 18 Kilometer langen Tunnels liegt laut der Projektgesellschaft mindestens zwei Jahre hinter dem Zeitplan. Auch Deutschland rechnet damit, dass sich der Bau der Hinterlandanbindung über 2029 hinaus verzögern wird.

Update: In einer früheren Version des Artikels hieß es, Dienstagabend sei der Transport begonnen worden. Richtig ist Donnerstagabend.
Verkehr / Bau / Internationale Beziehung / Schleswig-Holstein / Dänemark / Deutschland / Fehmarnbelttunnel
02.08.2026 · 16:28 Uhr
[5 Kommentare]
Verhandlungstermin zur Vergabe der Wiesn-Zelte
München (dpa) - Das Bayerische Oberste Landesgericht verhandelt einen Antrag mit Zündstoff: Gestritten wird darüber, ob die begehrten großen Wiesn-Bierzelte nach europäischem Vergaberecht zugeteilt werden müssen. Das will der Wirt Alexander Egger erreichen. Doch das Gericht sieht nach einer vorläufigen Einschätzung keine Pflicht für eine europaweite […] (01)
vor 2 Minuten
PACMAN: KI-Framework steuert Fusionsplasma in Echtzeit
In einem Tokamak hält ein starkes Magnetfeld ein extrem heißes, geladenes Gas in der Schwebe. Doch dieses Plasma reagiert launisch: Störungen bauen sich innerhalb weniger Millisekunden auf, schneller als jeder Mensch eingreifen kann. Forscher: innen der Princeton University und des Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) haben nun mit PACMAN ein KI- […] (00)
vor 2 Stunden
KI-Firma Anthropic
San Francisco (dpa) - Die KI-Firma Anthropic wirft chinesischen Rivalen vor, Anfragen von Nutzern heimlich zu ihr umgeleitet zu haben, statt sie mit der eigenen Software zu beantworten. Dadurch seien zum Teil auch Daten staatlicher Stellen aus China und Russland in Systemen der US-Firma gelandet, schrieb Anthropic in einem ausführlichen Bericht zu […] (00)
vor 3 Stunden
Wenn Kumanen im Zugabteil lauern – Kingdom Come: Deliverance 2 erobert die Nintendo Switch 2
Kingdom Come: Deliverance 2 wagt den riskanten Sprung auf die Nintendo Switch 2 und bringt das ungefilterte Spätmittelalter auf den mobilen Bildschirm. Publisher Deep Silver packt für den Konsolen-Ausflug die komplette Palette an Story-Erweiterungen ins Gepäck und spendiert der Portierung ein völlig unerwartetes neues Eingabefeature. Doch hinter den […] (00)
vor 1 Stunde
Von Leipzig nach Tokio: KiKA dreht Kurzfilm «Balkonien»
Ein geheimnisvolles Portal verbindet einen Plattenbau mit einem Balkon in Tokio. KiKA erzählt damit eine ungewöhnliche Geschichte über Freundschaft und kulturelle Verständigung. Ein leerstehendes Zimmer, ein geheimnisvolles Portal und plötzlich liegt Tokio nur einen Schritt entfernt: In Leipzig sind die Dreharbeiten zum neuen KiKA-Kurzfilm Balkonien abgeschlossen worden. Die Produktion […] (00)
vor 2 Stunden
Judoka Timo Cavelius
Leipzig (dpa) - Der Deutsche Judo-Bund hat die Aussagen von Akaki Japaridze nach dessen Prügelattacke auf Timo Cavelius mit deutlichen Worten verurteilt. Man sei «fassungslos über das Statement» des Georgiers sowie «über die Zusprüche und Befürwortungen, die dieser Beitrag, teilweise auch von angesehenen internationalen Judo-Stars, erhalten hat.»  Der […] (00)
vor 33 Minuten
Krankenkassen
Berlin (dpa) - Wenn die Krankenkasse teurer wird, ärgert das viele Versicherte. Doch wie leicht bekommt man das künftig überhaupt noch mit - auch, um vielleicht schnell zu einer anderen zu wechseln? Bisher mussten die Kassen bei Beitragsanhebungen Millionen Briefe verschicken und eigens darauf hinweisen. Die Pflicht ist jetzt aber gestrichen worden, […] (00)
vor 3 Minuten
KI-Szenarien bis 2030: Der sichere Bürojob wird zum Risiko – die Arbeit am Menschen zum Gewinner
Düsseldorf, 11.09.2026 (lifePR) - Jahrzehntelang galt: Wer studiert und im Büro arbeitet, ist auf der sicheren Seite. Ein gestern veröffentlichtes Wirtschaftsmodell des KI-Unternehmens Anthropic – Entwickler der KI Claude – stellt genau diese Gewissheit infrage. Die Ökonomen um Anton Korinek und Chad Jones teilen die Arbeitswelt in zwei Gruppen: […] (00)
vor 1 Stunde
 
Fünf Tote bei Busunfall in der Schweiz
Susch (dpa) - Fünf Menschen sind bei einem schweren Reisebusunfall in der Schweiz ums […] (00)
Seniorin im Rollstuhl (Archiv)
Berlin - Der Sozialverband VdK kritisiert die Bundesregierung wegen Einsparplänen […] (00)
Strand (Archiv)
Mainz - Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, fordert die […] (01)
CDU-Wahlwerbung für Stefan Evers (Archiv)
Berlin - Berlins CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, […] (00)
Ausschreitungen bei Fußballspielen
Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Fußball-Bund wird künftig nicht für mögliche […] (02)
Tomb Raider startet Vorbestellungen — Legacy of Atlantis kommt auf die Switch 2
Im Rahmen der Nintendo Direct kündigten Amazon Game Studios, Crystal Dynamics und […] (00)
Erstes faltbares iPhone: Apple enthüllt das iPhone Duo im Detail
Auf der gestrigen Keynote hat Apple mit dem iPhone Duo sein erstes […] (00)
Carolyn Tisch Blodgett, Hauptbesitzerin von Gotham FC, beschrieb einen Markt, in dem […] (00)
 
 
Suchbegriff