OSRAM beendet wegen Konzernumbau Aktienrückkaufprogramm - Aktie schwer unter Druck

Zur Begründung nannten die Münchener die Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz und zur Straffung der Verwaltungs- und Vertriebsstrukturen, die aufgrund der aktuell schwachen Markt- und Geschäftslage umgesetzt werden.

OSRAM leidet unter einem schwachen Geschäft und hatte bereits angekündigt, 2019 mit den fortgeführten Aktivitäten einen Umsatzrückgang von 11 bis 14 Prozent zu verbuchen. Die bereinigte EBITDA-Marge soll 8 bis 10 Prozent betragen und der freie Cash-Flow zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro. Das Unternehmen will seine Kosten bis 2021 um jährlich über 200 Millionen Euro reduzieren.

OSRAM-Aktie schwer unter Druck

Die Aktien von OSRAM sind am Mittwoch nach solidem Auftakt zu einem der größten Verlierer im MDAX geworden. Nachdem der Lichtkonzern angekündigt hatte, sein im Januar beschlossenes Aktienrückkaufprogramm nicht fortsetzen zu wollen, ging es schon im frühen Xetra-Handel im Eiltempo nach unten. Zwischenzeitlich weitete sich der Abschlag der Papiere mit 26,69 Euro auf knapp fünf Prozent aus. Zuletzt verlieren die Papiere noch 2,17 Prozent auf 27,45 Euro.

Ein Marktteilnehmer sprach von einer weiteren negativen Nachricht des Lichttechnik-Spezialisten. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz. Die Verwaltung und der Vertrieb sollen gestrafft werden. Grund hierfür sei die schwache Markt- und Geschäftslage.

Mit dem erneuten Kursrutsch näherte sich die Aktie bedenklich nahe ihrem Zwischentief von 2014 bei 25,31 Euro. Darunter würde dann nicht mehr viel für ein Rekordtief fehlen, das die Aktien 2013 im Zuge des Börsengangs bei knapp 23 Euro markiert hatten. Nach einer Serie von Gewinnwarnungen haben sie mittlerweile seit dem 2018er Hoch bei knapp 80 Euro etwa zwei Drittel an Wert eingebüßt.

Allerdings sieht der Börsianer durch den fortgesetzten Kurseinbruch für die Aktien auch etwas Hoffnung aufkommen. Auf dem günstigen Kursniveau bestehe die Möglichkeit, dass die zuletzt eingeschlafenen Übernahmespekulationen wieder hochkochen. Er warnte deshalb davor, bei der Aktie leichtfertig auf weiter fallende Kurse zu setzen.

FRANKFURT (Dow Jones) / FRANKFURT (dpa-AFX Broker)

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[finanzen.net] · 15.05.2019 · 17:27 Uhr
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