Nordrhein-Westfalen: Deutschlands erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker kann bezogen werden

Viel wurde in den letzten Jahren darüber diskutiert, wie zeitnah neuer Wohnraum geschaffen werden kann. Aktuell kämpfen potenzielle Bauherren aber gleich mit einer ganzen Reihe an Problemen. So kann die deutsche Bürokratie Projekte erheblich verlangsamen. Gleichzeitig sind die Preise für Bauland und Baumaterial zuletzt in die Höhe geschossen. Zumindest das letzte Problem könnte zukünftig allerdings der Einsatz einer neuen Technologie lösen. So wurde im nordrhein-westfälischen Beckum das deutschlandweit erste Wohnhaus aus dem 3D-Drucker errichtet. Die Bauzeit betrug rund acht Monate. In dieser Zeit war ein riesiger Betondrucker auf der Baustelle aktiv und trug Schicht um Schicht auf das entstehende Gebäude auf. Dabei entstanden auch die für den 3D-Druck so typischen Rillen in der Oberfläche. Auf den Wohnkomfort wird dies aber logischerweise keine Auswirkungen haben.

Bild: Hous3Druck

HeidelbergCement entwickelte ein spezielles Baumaterial

Errichtet wurde das Haus aus dem 3D-Drucker durch eine Kooperation verschiedener Firmen. So war für das Projekt federführend das Unternehmen Hous3Druck verantwortlich. Dieses wiederum ist in Beckum beheimatet, was den Standort des Neubaus erklärt. Das eigentliche Druckverfahren wurde wiederum von der Firma PERI realisiert. Für das Haus aus dem 3D-Drucker wurde zudem eigens ein eigener druckbarer Beton namens i.tech 3D entwickelt. Hier setzten die Projektpartner auf langjährige Expertise in diesem Bereich. Denn für die Entwicklung zeichnet das Unternehmen HeidelbergCement verantwortlich – seines Zeichens die Nummer eins weltweit bei Transportbeton und die Nummer zwei bei Zement. Schaut man sich das fertig errichtete Haus an, werden einige typische Eigenschaften deutlich. So verfügt das Haus über die typisch runden Ecken, die man auch von ähnlichen Projekten aus dem Ausland kennt.

Die Bauzeit sinkt mit wachsender Erfahrung

Grundsätzlich sollen die rund 160 Quadratmeter Wohnfläche aber ganz normal bewohnt werden können. Ermöglicht wurde das Projekt auch durch einen Zuschuss des Landes in Höhe von 200.000 Euro. Dadurch sollte es den verschiedenen Partner ermöglicht werden, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Tatsächlich scheint dies gelungen zu sein. Denn während der Bau dieses ersten Hauses noch rund acht Monate dauerte, soll die Bauzeit beim nächsten Mal schon auf nur noch rund fünf Monate sinken. Damit wäre der 3D-Druck dann deutlich schneller als konventionelle Bauverfahren. Grundsätzlich bringt die neue Technologie zudem noch einige weitere Vorteile mit sich. So wird weniger Material verbraucht, es werden weniger Bauarbeiter benötigt und die Bauweise ist umweltschonender als bei den bisher üblichen Methoden. Auch die Frage des Recyclings ist bereits geklärt: Soll das Haus verschwinden, kann es einfach aufgesaugt und anschließend neu verdruckt werden.

Via: Mhkgb

Technik / 3D Drucker
27.07.2021 · 09:21 Uhr
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