Nordkorea intensiviert Raketentests – Weitere Marschflugkörper abgefeuert
Im fortwährend gespannten Klima der koreanischen Halbinsel meldet Südkoreas Militär die jüngsten Raketentests durch die selbst erklärte Atommacht Nordkorea. Die Waffentests mit mehreren Marschflugkörpern bilden die vierte Serie dieser Art seit dem Jahreswechsel. Nach Angaben der südkoreanischen Streitkräfte wurden die Flugkörper am Freitag in den frühen Morgenstunden detektiert, die daraufhin in Richtung des Meeres, das die koreanische Halbinsel von China trennt, flogen. Spezifische Informationen zu diesen Manövern waren vorerst spärlich, und weitere Daten sind aktuell Gegenstand einer detaillierten Auswertung, die in Zusammenarbeit mit den militärischen Aufklärungsbehörden der Vereinigten Staaten vorangetrieben wird.
Zu den jüngsten von Pjöngjang kommunizierten Raketentests zählen auch strategisch angelegte Marschflugkörper, welche laut nordkoreanischen Berichten zur Stärkung der nuklearen Abschreckung des Landes entworfen worden sind. Darunter fallen auch neuartige Exemplare, die potenziell von Unterseebooten aus operieren können. Der Terminus "strategisch" deutet auf die Ambition hin, dass besagte Waffen für die Bestückung mit nuklearen Sprengköpfen vorgesehen sind.
Die politische Atmosphäre um die koreanische Halbinsel hat sich abermals verschärft. Nordkorea, das in der internationalen Gemeinschaft weitgehend isoliert ist, hat das Volumen seiner Waffentests merklich gesteigert und auch die verbale Konfrontation mit den USA sowie Südkorea, welche es als Feindnationen klassifiziert, intensiviert. Als Antwort darauf haben Washington und Seoul ihre militärischen Operationen, inklusive gemeinschaftlicher Übungen, verstärkt.
Entgegen ballistischen Raketen fallen Marschflugkörper, die ebenfalls nuklear bestückbar sind, nicht zwingend unter die Verbotsregelungen der UN-Resolutionen. Ein wesentliches Merkmal der Lenkflugkörper ist, dass sie über kontinuierliche, eigenständige Antriebssysteme verfügen. (eulerpool-AFX)

