Nintendo bestätigt: Switch-Spiele werden weiter unterstützt, trotz neuer Switch 2
Wenn eine neue Konsolengeneration erscheint, steht oft eine Frage im Raum: Was passiert mit der alten Plattform? Genau darüber hat Nintendo jetzt erstmals konkret gesprochen. Und die Antwort dürfte viele Spielerinnen und Spieler freuen, die noch immer aktiv auf der Nintendo Switch zocken, sei es The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom, Mario Kart 8 Deluxe oder Animal Crossing: New Horizons.
In einer aktuellen Q&A-Runde mit Investoren (via Nintendo Japan – PDF; übersetzt mit KI) erklärten Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa und Senior Managing Executive Officer Shinya Takahashi, wie das Unternehmen künftig seine Ressourcen zwischen Nintendo Switch und der neuen Nintendo Switch 2 aufteilen will. Und überraschend deutlich wird: „Die ursprüngliche Switch bleibt kein Auslaufmodell, sie bleibt Teil der Zukunftsstrategie.“
Warum Nintendo weiterhin Switch-Spiele veröffentlichen will
Der Nintendo-Präsident machte klar, dass zwar mehr Entwicklerkapazität auf die Switch 2 verlagert wird, aber die Switch weiterhin aktive Software-Unterstützung erhält.
Das bedeutet:
- Weitere Updates für bestehende Spiele
- Neue Spiele, die auch für Switch erscheinen
- Kontinuierlicher Support für das Live-Ökosystem
Nintendo setzt damit die Strategie fort, die schon die Switch zu einem historischen Erfolg machte: Langzeitpflege statt schneller Ablösung. Und das ergibt Sinn. Die Switch hat eine installierte Basis von über 154,01 Millionen Geräten weltweit. Es wäre wirtschaftlich unsinnig, diese Spielerschaft einfach fallen zu lassen.
Was Nintendo jetzt anders macht: „Evergreen“ statt Zeitdruck
Shuntaro Furukawa sprach ein zentrales Problem moderner Spieleentwicklung offen an: Produktionen dauern länger, werden teurer und komplexer. Ein großer Release im Jahr ist heute keine Seltenheit mehr. Genau deshalb ist es strategisch entscheidend, dass Spiele lange spielbar bleiben, Updates bekommen und immer wieder in den Fokus rücken.
Nintendo hat das bereits mehrfach bewiesen mit Titeln wie Mario Kart 8 Deluxe. Nach dem Release im Jahr 2017 gab es den „Booster-Streckenpass“ bis 2023. Für Animal Crossing: New Horizons gab es nach 2020 laufend Content-Updates, DLCs und saisonale Events – außerdem erscheint in Kürze ein Switch 2-Upgrade. Diese Strategie nennt Nintendo das „Evergreen-Modell“: Spiele bleiben über Jahre relevant und verkaufen sich entsprechend lange. Das sieht man auch an den Verkaufszahlen: das besagte Mario Kart 8, Animal Crossing, Super Smash Bros. Ultimate oder auch Breath of the Wild verkauften sich mindestens mehr als 33 Millionen Mal. Mario Kart 8 Deluxe sogar knappe 70 Millionen Mal.
Switch 2 profitiert von Rückwärtskompatibilität
Ein wichtiger Punkt, den Furukawa hervorhob: Die Nintendo Switch 2 kann Switch-Spiele direkt abspielen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber in der Branche nicht immer gewesen (siehe Sony & PS3/PS5 oder Nintendo selbst mit 3DS/Wii U).
Durch die Kompatibilität passiert, dass neue Switch 2 Besitzer ältere Switch-Spiele komplett neu erleben. Die Switch-Bibliothek bot eine starke Launch-Basis, auch wenn sich fast jeder Switch 2-Besitzer einmal Mario Kart World geholt hat (fast 10 Millionen verkaufte Exemplare).
Shinya Takahashi erklärte, wie intern die Balance gehalten wird. Demnach arbeiten die Entwickler-Teams weiterhin an neuen Switch 2-Spielen, aber parallel werden Updates für bestehende Switch-Spiele gemacht. Nintendo soll damit wachsen, ohne an Qualität zu verlieren.
Du spielst weiter, was du liebst. Und hast die Freiheit, in deinem Tempo umzusteigen. Das scheint die Kernaussage der neuen Nintendo-Strategie zu sein.



