NFP-Schock: Der Soft-Landing-Markt, den alle wollten
Das Bureau of Labor Statistics sendierte eine klare Botschaft: Der Arbeitsmarkt kühlt schneller ab, als die Modelle vorhersagten. Abwärtskorrekturen bei den Vormonaten, eine schrumpfende Rate der Neueinstellungen und ein höherer Arbeitslosenwert deuten auf Kapazitätsreserven hin, die die Fed getrost ignorieren kann. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember liegt nun bei über 90 Prozent, und das Gerücht um eine Zinserhöhung im Dezember ist vollständig verschwunden.
Die politische Klasse wird dies als Triumph der Politik inszenieren. Das ist es nicht. Es ist das Ergebnis einer Wirtschaft, die immer noch unter den Lasten jahrelanger regulatorischer Exzesse und fiskalischer Bremsen leidet und Arbeitgeber nun endlich dazu zwingt, die Neueinstellungen zu pausieren. Weniger Vorschriften und niedrigere Steuern hätten mehr Jobs geschaffen, nicht weniger. Die Daten zeigen einfach, welchen Schaden das aktuelle Regime bereits angerichtet hat.
Für Anleger ist das Signal klar: Die Fed hält sich zurück, die Kapitalkosten sinken, und die Beweislast liegt nun bei Washington auf, aufzu hören, genau die Neueinstellungen zu besteuern und zu regulieren, von denen die Zahlen sagen, dass sie fehlen. Der Rest ist Rauschen.

