Nemetschek-Aktie steigt: Nemetschek verhalten optimistisch für 2020

Den Umsatz sieht das Unternehmen laut Mitteilung mindestens auf Vorjahresniveau oder leicht darüber. Die EBITDA-Marge soll bei mehr als 26 Prozent liegen nach 29,7 Prozent im Vorjahr. Auswirkungen aus der Pandemie seien derzeit in Ausmaß, Dauer und geografischer Ausbreitung nicht verlässlich einschätzbar. Die ersten zwei Monate 2020 seien nach Plan verlaufen.

Das Unternehmen verfüge wegen des deutlich steigenden Anteils wiederkehrender Umsätze aus Serviceverträgen und Subscription über ein höheres Maß an Planungssicherheit. Zudem bieten die internationale Aufstellung des Konzerns und die Adressierung unterschiedlicher Kundengruppen über die vier Segmente hinweg eine breitere Risikodiversifizierung als in der Vergangenheit, wie die Nemetschek SE weiter mitteilte. Der Ausblick stehe aber unter dem Vorbehalt, dass sich das Umfeld nicht signifikant verschlechtere.

Im abgelaufenen Jahr steigerte das Unternehmen, wie bereits Anfang Februar berichtet, den Umsatz um ein Fünftel auf 557 Millionen Euro. Das EBITDA legte um gut ein Drittel auf 166 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente der IT-Konzern mit 127 Millionen Euro sogar zwei Drittel mehr.

Nemetschek-Aktien steigen nach Ausblick - Baader Bank skeptisch

Mit Aktienkäufen haben Anleger am Dienstag auf die Jahresprognosen von Nemetschek reagiert. Der Kurs stieg via XETRA zeitweise um 5,8 Prozent auf 45,32 Euro und zählte damit zu den größten Gewinnern im MDAX der mittelgroßen Börsentitel. Am Mittag steht die Aktie noch 1,54 Prozent höher bei 43,48 Euro. Der Spezialist für Bau- und Architektur-Software rechnet 2020 mit einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz und einer operativen Marge (Ebitda) von über 26 Prozent.

Analyst Knut Woller von der Baader Bank zeigte sich gleichwohl skeptisch: "Wie lange wird der gegenwärtige Zustand anhalten und könnte sich die Lage sogar noch verschlechtern", fragte der Experte mit Blick auf die Corona-Krise. Ebenfalls nicht sicher sei, ob eine Erholung der geschäftlichen Aktivitäten nach einem Ende der Krise einsetzt und wie stark diese ausfällt. Er riet zum Reduzieren der Aktien-Position.

DJG/kla/mgo

FRANKFURT (Dow Jones)

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[finanzen.net] · 31.03.2020 · 14:06 Uhr
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