NEL-Aktie dreht ins Plus: Was ist passiert?

Schlechte Nachrichten

Für den norwegischen Wasserstoffkonzern NEL Hydrogen sieht es gerade nicht besonders gut aus. Erst kürzlich meldete das Unternehmen, dass zwei Großinvestoren ihre Unternehmensanteile zum Verkauf anbieten würden. So veräußerte der bis dahin zweitgrößte Investor F9 Investments alle Anteilsscheine, der drittgrößte Anleger H2 Holding verringerte seine Anteile von 5,22 auf 1,68 Prozent. Die Neuigkeit schickte das Papier des Unternehmens mit Sitz in Oslo in den Sinkflug mit einem Verlust von 9,18 Prozent auf 0,742 Euro an der Frankfurter Börse. Der Kursverlust war insofern bemerkenswert, als dass die NEL-Aktie erst wenige Tage zuvor, am 28. Mai 2019 im Tagesverlauf ein neues Allzeithoch bei 1,004 Euro erreichte und damit die psychologisch wertvolle 1-Euro-Marke knackte. Zwar hatten Börsenexperten im Anschluss daran mit Gewinnmitnahmen gerechnet, der Ausstieg der beiden Großinvestoren kam dann jedoch sehr überraschend.

Wasserstoff-Tankstelle in Norwegen explodiert

Viel Zeit zur Erholung gab es allerdings nicht. So informierte das Unternehmen auf der eigenen Webseite über einen Vorfall, der sich am Montag an der Kjørbo Wasserstoff-Tankstelle nahe Oslo ereignet hatte. Dabei sei es zu einer Explosion gekommen, bei der zwei Personen leicht verletzt wurden. Als Reaktion auf den Vorfall ließ der Betreiber Uno-X Hydrogen auch alle weiteren Hydrogen-Tankstellen in Norwegen bis auf Weiteres schließen. Dies ist auch für NEL Hydro relevant, da es sich bei dem Betreiber um ein Gemeinschaftsunternehmen von Uno-X, Praxair und NEL handelt. Darüber hinaus war es NEL Hydrogen, die die H2-Tankstelle designt und gebaut hatte. Sie war erst 2016 in Betrieb gegangen und die erste einer neuen Generation von Wasserstoff-Tankstellen.

H2-Tankstellen bleiben geschlossen

In Dänemark und Deutschland sind ebenfalls alle baugleichen Wasserstoff-Zapfsäulen geschlossen worden. Dies macht es für Halter von Wasserstoff-Fahrzeugen derzeit schwierig bis unmöglich ihre Brennstoffzellen-Autos zu betanken. Aus diesem Grund veranlassten die Autobauer Hyundai und Toyota einen vorübergehenden Lieferstopp von Wasserstoff-Fahrzeugen nach Norwegen.

NEL-Aktie schießt nach NEL-Unfallupdate nach oben

Die Unfall-Nachricht schickte die NEL-Aktie weiter in die Tiefe. Sie verlor seit ihrem Hoch Ende Mai mittlerweile 47,61 Prozent auf 0,526 Euro an der Frankfurter Börse (Stand: Schlusskurs vom 12. Juni 2019). Auch im Tagesverlauf am Donnerstag gab sie anfänglich über 2,6 Prozent ab. Am Nachmittag veröffentlichte das Unternehmen den bisherigen Kenntnisstand der Untersuchungen durch Gexcon, dem von NEL beauftragten Beratungsunternehmen im Bereich des Explosions- und Brandschutzes. Gexcon-Berater Geirmund Vislie ließ dabei folgendes verlauten: "Aufgrund von unseren Beobachtungen des Unfallschauplatzes, können wir davon ausgehen, dass weder der Elektrolyseur, noch die Zapfpistole, die von Kunden genutzt wird, irgendetwas mit diesem Vorfall zu tun hatten. Wir werden weiter die anderen Komponenten des Unfallorts analysieren, um die Ursache zu finden". NEL Hydro-CEO Jon André Løkke zeigte sich erfreut angesichts dieser Nachrichten: "Wir sind mit den bisherigen Erkenntnissen zufrieden und unsere Electrolyseur-Abteilung wird nun zur Tagesordnung zurückkehren".

Auch die Anleger zeigen sich überaus erleichtert: Die NEL-Aktie schießt im Anschluss an die Meldung in Frankfurt derzeit 21,41 Prozent nach oben auf 0,6380 Euro.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 13.06.2019 · 17:42 Uhr
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