Nach Trump-Kritik: JPMorgan-Chairman verteidigt die Federal Reserve

"Fed ist verrückt geworden"

Vor den US-Kongresswahlen könnte die US-Notenbank dem Präsidenten Donald Trump einen Strich durch die Rechnung machen - zumindest aus Sicht des Republikaners. Der US-Aktienmarkt musste am Mittwoch den größten Verlust seit acht Monaten hinnehmen. Die Hinweise für einen Ausverkauf an der Börse waren stärker denn je. Während der NASDAQ Composite das größte Minus seit zwei Jahren verbuchen musste, büßte der Dow Jones 831 Punkte ein. Diese Entwicklungen seien vor allem durch die Befürchtungen der Anleger über schnell steigende Zinsen entstanden, nachdem der Fed-Chef Jerome Powell zuletzt angedeutet hatte, dass die Zinsen in Zukunft stärker angehoben werden könnten - Grund dafür sei vor allem die positive Konjunktur. Trump scheint darüber wenig amüsiert zu sein. "Ich denke, die Fed ist verrückt geworden", bekräftigte der US-Präsident am Mittwoch.

Fehlerhafte Kritik?

Der JPMorgan Chase International-Chairman Jacob Frenkel unterstützte im "CNBC"-Interview das Handeln der unabhängigen US-Notenbank. Zudem kritisierte Frenkel den US-Präsidenten für seine öffentlichen Anfeindungen gegen die Federal Reserve. "Die Fed hat es im Voraus angekündigt, es gibt keine Überraschungen. Die Guidance war sehr klar und die Fed tut das Richtige", so Frenkel gegenüber dem Nachrichtendienst. Im Gegensatz zu Trump sieht der Experte den Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China als Grund zur Sorge für die Aktienmärkte. Die Zinserhöhungen der Fed hätten nach seinen Angaben nichts mit dem Ausverkauf an den Börsen zu tun. Frenkel fügte hinzu: "Es ist keine gute Idee für den Präsidenten, sich mit diesen Details zu befassen, denn am Ende ist die Fed eine sehr professionelle Organisation. Sie hat die Daten, sie hat die Analyse gemacht, sie hat den Ruf und dient den Vereinigten Staaten und der Weltwirtschaft."

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 11.10.2018 · 21:31 Uhr
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