Nach Kritik: Amazon legt beim Mindestlohn noch was drauf

Am Dienstag teilte Amazon mit, dass der Mindestlohn seiner Mitarbeiter in den USA auf 15 Dollar angehoben wird. Nicht nur die 250.000 Angestellten sollen von der neuen Bezahlung profitieren. Auch Zeitarbeiter, die vor allem jetzt über die Weihnachtssaison eingesetzt werden, dürfen sich über die großzügigere Entlohnung freuen.

Jeder soll mehr Geld in der Tasche haben

Eine erste Erhöhung des Mindestlohns wurde bereits zu Beginn des Monats verkündet, allerdings strich der Konzern dafür Boni und Aktienoptionen für seine Mitarbeiter. Nun wurden die Maßnahmen erneut überarbeitet und der Stundenlohn weiter angehoben. Jeder Mitarbeiter sollte mehr Geld in der Tasche haben. Der Konzern hätte von der Mehrheit seiner Angestellten erfahren, dass sie ein höheres Gehalt vorziehen. Doch auch an Bonusprogrammen soll es nicht fehlen: Langjährige Mitarbeiter, die seit fünf, zehn, 15 oder 20 Jahren für den Konzern tätig sind, erhalten eine Prämie von 1.500 bis 3.000 US-Dollar. Aktienanteile soll es für Mitarbeiter nicht mehr geben, doch der Konzern werde ihnen dennoch bestimmte Kaufoptionen zur Verfügung stellen.

Mehr als das Doppelte über dem landesweiten Mindestlohn

Wie hoch der Stundenlohn in dem Konzern bisher lag, darüber machte Amazon keine Angaben. Mit der neuen Gehaltserhöhung liegt er aber um mehr als das Doppelte über dem staatlich vorgeschriebenen Mindestlohn von 7,25 US-Dollar pro Stunde. Und damit nicht genug: Man wolle sich dafür einsetzen, dass die Mindestvergütung auch auf staatlicher Ebene angehoben wird. "Wir haben Kritikern zugehört, nachgedacht [...] und beschlossen, dass wir die Bewegung anführen wollen", hieß es von seiten des CEO Jeff Bezos. In mehreren US-Bundesstaaten ist der Mindestlohn über dem national festgelegten Wert. Im US-Einzelhandel liegt die durchschnittliche Vergütung je Stunde bei 13,20 US-Dollar.

Amazon mit schlechten Arbeitsbedingungen?

Immer wieder stand der Handelsriese aufgrund der geringen Bezahlung seiner Angestellten unter Kritik. Vor allem in Deutschland geriet der Konzern immer wieder ins Visier der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die kritisiert, dass Amazon-Mitarbeiter nicht nach dem Tarif für Einzel- und Versandhandel vergütet werden. Auch die Arbeitsbedingungen in den Lagern sollen zu wünschen übrig lassen.

Ausland
[finanzen.net] · 12.10.2018 · 19:21 Uhr
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