Nach erzwungenem Musk-Abgang: Tesla findet neue Verwaltungsratschefin - Aktie gefragt

Robyn Denholm, bereits seit August 2014 Mitglied des Verwaltungsrates, bekommt den Job. Die 55-Jährige ist außerdem seit Anfang 2017 COO bei Telstra, dem größten Telekommunikationskonzerns Australiens. Diesen Job wird sie allerdings nach der Kündigungsfrist von sechs Monaten aufgeben, um sich vollkommen auf Tesla konzentrieren zu können.

Erfahrung in börsennotierten Unternehmen

Denholm ist damit eine ganz besondere Wahl. Denn nicht nur ihr Arbeitgeber Telstra, sondern auch ihre ehemaligen Jobs bei unter anderem Juniper Networks, Toyota und ABB haben eine Gemeinsamkeit: Sie besetzte damit wichtige Positionen in börsengehandelten Unternehmen. Das könnte ihr insbesondere in Hinblick auf den Grund, wieso sie den Vorsitz im Verwaltungsrat bekommt, weiterhelfen.

Musk für die nächsten drei Jahre "gesperrt"

Tesla-Chef Elon Musk musste die Spitzenposition nämlich auf Drängen der US-Börsenaufsicht SEC abgeben. Nach seinem legendären Tweet, dass er Tesla privatisieren wolle und die Finanzierung für das Vorhaben gesichert sei, schalteten sich die Börsenwächter ein. Denn die Finanzierung war keinesfalls gesichert. Da der Aktienkurs der Tesla-Papiere jedoch nach dem Tweet in die Höhe schoss, verloren allen voran Shortseller horrende Summen. Die Konsequenz für Tesla und Elon Musk: Jeweils 20 Millionen US-Dollar Strafzahlung und Musk darf innerhalb der nächsten drei Jahre nicht beide Spitzenpositionen im E-Autokonzern bekleiden. Den Vorsitz im Verwaltungsrat musste er abgeben.

In vorherigen Spekulationen nicht erwähnt

In Medienberichten, die nach der Auflage der SEC, ins Kraut schossen, wurde Denholm mit keinem Wort erwähnt. Dabei waren selbst Kandidaten wie Investorenlegende Warren Buffett im Gespräch. Auch der Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch, James Murdoch, wurde als neuer Verwaltungsratschef gehandelt.

Nun sieht sich jedoch Denholm mit den Aufgaben konfrontiert und zeigt sich in einer offiziellen Mitteilung des E-Autobauers optimistisch: "Ich glaube an diese Firma. Ich glaube an ihre Mission und ich freue mich darauf Elon und dem Tesla-Team dabei zu helfen, nachhaltige Profitabilität zu erreichen und den langfristigen Aktionärswert voranzutreiben." Und auch der "vertriebene" Verwaltungsratschef scheint sich auf die Zusammenarbeit zu freuen: "Robyn hat weitreichende Erfahrungen in der Tech- und der Auto-Industrie und sie hat in den vergangenen vier Jahren bereits als Verwaltungsratsmitglied von Tesla wesentlich dazu beigetragen, dass wir zu einem profitablen Unternehmen wurden", erklärte Musk laut Mitteilung des Unternehmens.

Die Tesla-Aktie konnte im NASDAQ-Handel am Donnerstag zwischenzeitlich 1,72 Prozent auf 354,14 Dollar zugewinnnen, fiel dann jedoch zurück. Zur Schlussglocke wiesen die Anteilsscheine ein Plus von 0,93 Prozent auf 351,40 US-Dollar aus.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 08.11.2018 · 22:15 Uhr
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