Montana Aerospace: Die Börse belohnt endlich den Fokus – und Deutschland profitiert

Der reine Spieler wird belohnt
Montana Aerospace hat den Abschied vom Energy-Segment endgültig vollzogen und zeigt, was ein fokussiertes Unternehmen leisten kann. Der Nettoumsatz kletterte im ersten Halbjahr auf 518,4 Millionen Euro, das EBITDA auf 87,1 Millionen Euro – beides klare Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Noch wichtiger: Das Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen sprang von minus 2,4 auf plus 29,7 Millionen Euro.
Die Zahlen belegen, dass die Trennung vom Randgeschäft nicht nur kosmetisch war. Die Nettoverschuldung sank auf 64,7 Millionen Euro, was einem moderaten 0,4-fachen des EBITDA entspricht. Bis Jahresende soll sogar eine Netto-Kasse-Position erreicht werden. Wer als Investor noch immer auf breit aufgestellte Konglomerate setzt, verpasst hier den entscheidenden Hebel.
Aerostructures als Wachstumsmotor
Das Kerngeschäft Aerostructures lieferte 485,2 Millionen Euro Umsatz und ein bereinigtes EBITDA von 88,7 Millionen Euro – eine Marge von 18,3 Prozent. Das ist das Ergebnis höherer Produktionsraten bei den großen OEMs, zusätzlicher Marktanteile und schlicht besserer Auslastung der Werke. Structural Demand aus Commercial Aerospace, Defence und Space sorgt für einen Auftragsbestand von über sieben Milliarden Euro.
Der Markt belohnt klare Strategien. Montana Aerospace profitiert davon, dass Fluggesellschaften weltweit ihre Flotten erneuern und Verteidigungsbudgets steigen. Wer in diesem Umfeld Kapazitäten hochfährt und gleichzeitig Kosten diszipliniert hält, verdient überproportional. Genau das passiert hier.
Kapitalallokation statt Bürokratie
Zwischen 2026 und 2027 will das Unternehmen 60 bis 80 Millionen Euro in Wachstums- und Margenprojekte stecken. Parallel prüft der Verwaltungsrat einen möglichen Aktienrückkauf. Das ist genau die Art von Kapitalallokation, die der Aktionär braucht: Investitionen dort, wo Rendite winkt, und Rückfluss an die Eigentümer, wenn keine besseren Projekte existieren.
Staatliche Eingriffe in Form von Mindestlöhnen, ESG-Quoten oder unnötigen Regulierungen würden genau diese Flexibilität zerstören. Montana Aerospace zeigt, wie ein Unternehmen ohne politische Bevormundung Wert schafft. Die Politik in Berlin und Brüssel sollte zusehen – und lernen.
Guidance bestätigt, Kurs klar
Für 2026 peilt Montana Aerospace über eine Milliarde Euro Umsatz und mehr als 185 Millionen Euro EBITDA an. 2027 soll der Umsatz die 1,1-Milliarden-Marke knacken und das EBITDA über 210 Millionen Euro liegen. Die angestrebte Cash-Conversion von über 50 Prozent des EBITDA spricht für nachhaltige Wertschaffung.
Der Markt hat die Botschaft verstanden: Ein fokussiertes, schuldenarmes Aerospace-Pure-Play mit Rekordauftragsbestand ist ein Asset, das in jedem Portfolio seinen Platz verdient. Die Altparteien mögen über Subventionen und Quoten debattieren – Montana Aerospace liefert Ergebnisse.

