Modis Jugend-Wette: Indiens Wachstumsplan bekommt eine 20-Jahres-Frist

Die Uhr tickt
Modis 20-Jahres-Horizont ist keine vage Parole – er ist eine harte Deadline für jeden politischen Hebel, der zählt: Arbeitsrecht, Bildung, Infrastruktur und Kapitalallokation. Die Wette lautet, dass Indiens Jugendüberschuss nicht zur Belastung wird, wenn der Staat schnell genug aus dem Weg geht. Das bedeutet, den regulatorischen Dschungel zu lichten, der die Einstellung von Arbeitskräften immer noch erstickt, das Stromnetz und die Häfen auszubauen, die Waren tatsächlich bewegen, und Preissignalen die Kapitalallokation zu überlassen statt Ministerien. Je mehr die Bürokratie darauf besteht, Ergebnisse zu steuern, desto schneller schwindet der demografische Vorteil.
Kapital folgt Klarheit
Investoren brauchen keinen weiteren Fünfjahresplan; sie brauchen vorhersehbare Regeln und Steuersätze, die sich nicht mit jedem Haushaltszyklus ändern. Wenn Modi den Fokus auf Umsetzung legt statt auf Umverteilungstheater, kann Indien die Billionen an ausländischem und inländischem Kapital absorbieren, die bereits um die Wirtschaft kreisen. Die Alternative ist, dieselbe Jugendkohorte, die Fabriken und Start-ups aufbauen könnte, vor den Toren staatlicher Jobs anstehen zu sehen, weil der Privatsektor weiterhin überreguliert und unterkapitalisiert bleibt.
Die vergessene Kennzahl
Der wahre Test ist, ob eine arbeitende indische Familie schneller Vermögen aufbauen kann, als Steuern, Abgaben und Inflation es aufzehren. Jede Rupie, die für Subventionen ausgegeben wird, die private Investitionen verdrängen, ist eine Rupie, die für die nächste Generation nicht verzinst wird. Modi hat das Mandat; die Frage ist, ob er den Staat als Schiedsrichter statt als Spieler behandelt und dem Markt das überlässt, was nur Märkte können – Risiken zu bepreisen und Aufbauer zu belohnen.

