Model 3 jetzt teurer: Tesla dreht erneut an der Preisschraube

• Tesla hebt die Preise für Model 3 und Model Y an
• Deutsche Kunden zahlen mehr für Model 3 Basismodell
• Hoffen auf Umweltbonus in den USA

Nachdem der EV-Pionier Tesla seine Preise für den deutschen Markt zum Jahresstart noch deutlich gesenkt hatte und etwa das Massenmarktfahrzeug Model 3 hierzulande rund 3.000 Euro günstiger wurde, dreht das Unternehmen nun einmal mehr an der Preisschraube.

Preise für Model Y und Model 3 angehoben

Die Preiserhöhungswelle erreicht Deutschland: Nachdem der US-Konzern in seinem Heimatmarkt schon seit Februar in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder die Preise für seine Fahrzeugpalette erhöhte, gab es entsprechende Maßnahmen im Jahresverlauf auf dem europäischen Markt bisher nicht.

Die neue Runde Preiserhöhungen trifft nun aber auch europäische Kunden - auch deutsche Tesla-Käufer müssen für ihr Fahrzeug nun tiefer in die Tasche greifen: 2.000 Euro mehr kostet der Model 3 in der Basisvariante, der Grundpreis liegt somit bei 41.990 Euro. Die anderen Varianten der Model 3-Palette bleiben preislich in Deutschland unterdessen unverändert.

Für US-Kunden liegt der Preis für den Standard-Model 3 nun ebenfalls bei 41.990 US-Dollar, die Long Range-Variante kostet unverändert 49.990 US-Dollar, während der Model 3 Performance-Preis von 56.990 auf 57.990 US-Dollar stieg. Für den Model Y legen Käufer aus Teslas Heimatmarkt nun für die günstigste Version 2.000 US-Dollar mehr auf den Tisch, die Performance-Version wurde 1.000 US-Dollar teurer.

Lieferkettenprobleme als Grund für die Preiserhöhungen

Die Preiserhöhungen wurden von Tesla nicht direkt kommentiert, sondern im Fahrzeugkonfigurator vorgenommen. Im Rahmen der Hauptversammlung von Tesla hatte Konzernchef Elon Musk eine Anhebung der Preise in den USA aber durch Engpässe bei Komponenten begründet. Unter Problemen mit der Lieferkette und damit verbundenen höheren Kosten leidet nicht nur Tesla, das Problem betrifft die komplette Branche.
Die Preiserhöhungen bei Tesla dürften aber nicht allein für die Kompensation der Mehrkosten durchgeführt werden, denn Tesla verdient immer mehr Geld mit seinen Fahrzeugen.

Mehr Anreize vom Staat?

Wie das Branchenportal "Electrek" vermutet, könnte die jüngste Preiserhöhungsrunde in den Vereinigten Staaten auch auf die Erwartung begründet sein, dass der Staat die finanziellen Anreize für den Kauf von Elektrofahrzeugen erhöhen dürfte. Demnach sei zum Jahresende mit der Verabschiedung einer Reform zu rechnen, in der es staatliche EV-Anreize geben soll, die Käufern von Elektrofahrzeugen direkte Rabatte von bis zum 8.000 US-Dollar gewähren könnten.

Hierzulande wird der Kauf von EV bereits steuerlich begünstigt: Der maximale Umweltbonus, der zu gleichen Teilen vom Staat und vom Hersteller getragen wird, beträgt 6.000 Euro. Tesla hat bei seiner Preiskonfiguration den Hersteller-Anteil bereits abgezogen.

Ausland
[finanzen.net] · 13.10.2021 · 23:07 Uhr
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