Minister Jung: Renten-Nullrunde nicht ausgemacht

Senioren
Arbeitsminister Jung : «Es gibt keinen Grund, die Rentnerinnen und Rentner zu verunsichern».
Berlin (dpa) - Eine Nullrunde für die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland im nächsten Jahr ist laut Arbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) keineswegs ausgemacht: «Es gibt keinen Grund, die Rentnerinnen und Rentner zu verunsichern.»

«Es wäre voreilig, heute wegen rückläufiger Löhne Rückschlüsse auf die Rentenentwicklung 2010 zu ziehen», betonte Jung in der «Bild am Sonntag». Die entscheidenden, belastbaren Daten zur Rentenanpassung würden im März 2010 vorliegen. «Erst dann steht fest, wie sich die Rentenanpassung entwickelt.» Jung unterstrich auch, dass die Renten wegen der Rentengarantie auf keinen Fall sinken werden.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums hatte am Freitag in Berlin gesagt, es sei sicher, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung - derzeit liegt er bei 19,9 Prozent des Bruttoeinkommens - nicht erhöht werde. In den Rentenkassen gebe es eine Rücklage von etwa 16 Milliarden Euro, was knapp einer Monatsausgabe entspricht. Selbst wenn diese Reserve geringfügig sinke: «Es ist genug Geld da, dass der Beitragssatz stabil bleibt.»

Der Ministeriumssprecher bestätigte, dass die Regierung «im Moment» von leicht sinkenden Pro-Kopf-Löhnen ausgeht - in Vorausberechnungen ist von minus 0,5 Prozent die Rede. Daraus auf eine Rentennullrunde zu schließen, sei «verfrüht». Erst müssten die zum Jahresende fälligen Weihnachtsgelder und Sonderzahlungen abgewartet werden, die mit in die für die Rentenberechnung maßgebliche Summe der beitragspflichtigen Einkommen eingehen.

Rente
01.11.2009 · 11:37 Uhr
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