Memories of Mars – Review – Wir bauen den Mars neu auf zum Konsolenrelease

Vor kurzem veröffentlichten die Entwickler von Limbic Entertainment GmbH und der Publisher 505 Games die finale Konsolenversion von Memories of Mars. Zu Beginn der Early Access Phase am PC in 2018 stand das Sandbox-Survival-Game Memories of Mars unter keinem guten Stern, da es etwas verspätet in die Fußstapfen von Spielen wie Rust oder Ark treten wollte. Jetzt, mit dem Release auf der Playstation 4 (PS4) und der Xbox one werden wir den futuristischen Sandkasten auf dem Mars einmal ganz unvoreingenommen für euch testen.

Das von der Größe her sehr überschaubare Game (Xbox one xx Gigabyte) ist schnell installiert und somit stürzen wir uns schnell hinein.

Vom Hauptmenü aus starten wir ein neues Spiel, ändern, wenn gewünscht unser Profil und schrauben etwas an den Einstellungen… aber wir springen jetzt direkt ins kalte Wasser und starten “Online Spiel” (ganz nebenbei, offline gibt’s nicht 🙂 )

Bevor wir starten können, müssten wir noch einen Server wählen mit dem wir uns verbinden möchten. Die Liste von Servern umfasst die offiziellen Server für die verschiedenen Regionen, wie auch private Server die aber in der Regel mit einem Passwort belegt sind. Somit wählen hier zu Beginn einen der offiziellen EU-Server für die ersten Schritte…

Ein Intro stimmt uns ein…

Wir befinden uns etwa 100 Jahre in der Zukunft, die Menschheit hat es zumindest schon mal auf den roten Planeten geschafft um Forschungsanlagen zu errichten und dem Weg für eine eventuelle Besiedlung vorzubereiten. Dem Traum wird allerdings vorerst ein ein Ende gesetzt…

Wir wachen in einer Art Krankenstation auf, um uns herum ist alles durcheinander und das Licht flackert… hinter einem Gitter krabbelt eine Art Drohne in Form einer Spinne. Auf einem Bildschirm erhaschen wir kurz einen Blick auf einen Timer und die Wörter “Mars Ejection“… Was ist passiert, ein Ausbruch, ein Erdbeben, eine Art Sonnensturm… wir wissen es aktuell nicht. Das einzige was uns bewusst ist, dass das Leben auf dem Roten Planeten sich vor wenigen Stunden geändert haben muss.

Nach dieser kurzen Einleitung übernehmen wir die Steuerung und starten in ein kleines Tutorial die uns die Steuerung ein bisschen näher bringt. Wir bewegen uns durch verschiedene Räume und suchen unsere erste Ausrüstung zusammen. In einem Raum finden wir das so ziemlich wichtigste Objekt im Spiel, einen mobilen 3D-Drucker mit dem wir in der Lage sind immer und überall mit gefundenen Materialien neue Gegenstände zu erstellen. Die ersten Rohstoffe liegen praktischerweise direkt daneben und wir erstellen uns Munition und ein Sammelwerkzeug um den mit Erzbrocken blockierten Durchgang frei zu räumen. Im Anschluss gibt es noch ein kleines Feuergefecht mit der Laufdrohne und es geht raus in die Welt.

Mit einfachsten Mitteln gestrandet stehen wir auf dem Mars… vereinzelt stehen hier und da ein paar Gebäude die sich beim genaueren betrachten als Bauwerke anderer Spieler erweisen… OK, kurz umgucken und dann mal checken was unser HUD (Head Up Display) uns so alles anzeigt und verrät.

  • Am unteren Rand finden wir drei Balken 
    • Lebensanzeige (gelb): klassische Lebensenergie die bei gegnerischen Treffern oder Stürzen reduziert
    • Sauerstoffreserve (grün): da der mond ja bekanntlich keine sauerstoffhaltige Atmosphäre hat müssen wir uns natürlich darum kümmern dass unser Anzug die notwendigen Reserven für uns parat hat… nicht das uns irgendwann noch die Luft ausgeht. Kleiner Tip: an den Pipelines gibt es feste Punkte an denen man seinen Vorrat auffüllen kann.
    • Energie (blau): wer arbeitet muss sich mit Energie versorgen… nein keinen Strom sondern dieses leidige Thema was mit Nahrungsaufnahme zu tun hat, also sorgt dafür dass ihr stets genug Astronauten Futter im Gepäck habt.
  • Schnellzugriffsleiste: Jedes Feld kann mit einem Gerät oder Verbrauchsgegenstand aus dem Inventar belegt werden um jetzt schnell mit dem Steuerkreuz umschalten zu können. Dafür stehen euch 16 Felder zur Verfügung. Die kleine leiste unterhalb verrät euch noch den Füllstand eures Inventar. Ist der zu voll war’s das ist der Fortbewegung.
  • Solltet ihr von einem positiven oder negativen Effekten betroffen sein wird das unten rechts angezeigt. Diese Effekte können eine Regeneration nach dem Essen sein, aber auch eine Blutung die natürlich nicht so vorteilhaft ist.
  • Zentral oben in der Mitte ist der Kompaß mit Informationen über die aktuelle Blickrichtung und Position von euch gewählten Zielen.
  • Oben links hab ihr eine Anzeige über die aktuell zu erfüllende Aufgabe. Es handelt sich zwar um ein Sandbox-Survival-Game, aber es wäre ja irgendwie sehr langweilig ohne kleine Aufgaben… Vielleicht findet ihr ja einen Weg weg von diesem Planeten oder findet heraus was genau passiert ist… Dazu ist es zu Beginn noch ganz gut etwas an die Hand genommen zu werden bis man einen Überblick über seine Möglichkeiten hat.

Sammeln… sammeln… sammeln…

Die ersten Schritte werden durch kleine Aufgaben begleitet, da ihr beim ersten betreten der Marsoberfläche noch relativ unwissend sein dürftet, lege ich euch ans Herz ein bisschen diese ein bissche zu verfolgen. Wir sammeln also unsere ersten Materialien und stellen mit dem mobilen 3D-Drucker Munition her und wandeln das gefundene Erz in Eisen um. Nach und nach sind wir für unseren Weg auf dem Mars gerüstet.

Schaffe, schaffe, Häusle baue…

Jetzt ist es an der Zeit euch niederzulassen.

Ein festes Dach überm Kopf und eine Möglichkeit seine Sachen zu lagern ist das nächste Ziel. Wir rufen das Baumenü und folgen den Anweisungen. Ein ordentliches Fundament, Wände, Dach und eine Tür sollten zum Anfang reichen… mit der Zeit wird euer kleines Eigenheim aber wachsen und mit mehr Gerätschaften ausgestattet, achtet aber auch darauf es zu schützen und zu erhalten. Die größte Gefahr für das Gebäude sind andere Spieler und die Zeit. Zwar ist das Gebäude mit dem Bau des Admin Terminal eine Zeit lang geschützt, solltet diese durch zu lange Abwesenheit aber ablaufen können andere Spieler das Gebäude beanspruchen und abbauen. Und so wäre es für euch verloren.

Eure Möglichkeiten bezüglich der zu fertigen Gegenstände und Gebäudeteile ist anfangs noch begrenzt, aber ihr könnt eure Fertigkeiten ausbauen. Durch abbauen von Erz, erfüllen von Aufgaben, töten von Gegner und vielem mehr verdient ihr “Flops”, diese ingame Währung könnt ihr nutzen um eure Fähigkeiten und Gebäude zu Verbessern. Im sehr umfangreichen Skill Bereich im Menü lernt ihr mit dem Einsatz der Flops neue und bessere Gegenständen herzustellen, verbesserte Gebäudeteile oder verstärkt zum Beispiel die Effekte von Heilmitteln.

PvP oder PvE ?

Die Frage steht stets im Raum, es gibt Server auf denen klare Regeln festgelegt sind. Meine Erfahrungen sind die, dass man auf den offiziellen Servern zum Anfang jedem aus dem Weg gehen sollte, leider. Trotz das ich mich ruhig dem Erze sammeln gewidmet habe und möglichst unauffällig verhalten habe, wurde ich ein ums andere mal von anderen Spielern aus dem Leben geschossen. Warum? Weil sie es konnten… ganz einfach. Aber das kennt man ja leider auch von Spielen wie DayZ oder Ark, vertraut nicht blind jedem der euch übern Weg läuft. Seid immer auf der Hut, egal ob Spieler oder Gegner jeder kann euren Tod wollen.

Apropos Tod…

Solltet ihr einmal das zeitliche segnen… und das werdet ihr, dürft ihr einen der 3 Einstiegspunkte wählen und es geht mit leeren Inventar zurück ins Leben. Jetzt solltet ihr schnellstmöglich den Ort eures Ablebens aufsuchen um euer Inventar wieder an euch zu nehmen… solange ihr nicht anderweitig geplündert wurdet. Solltest du ein Gebäude haben, bleibt dieses aber für euch erhalten, also versucht nicht zu viel aber auch nicht zu wenig mit euch rum zu schleppen… ein euch nicht wohlgesonnener Spieler würde euch bestimmt beim “tragen” helfen und euch was abnehmen wollen.

Jetzt liegt es an euch was ihr aus eurer Zeit auf dem Mars macht und wie ihr diese nutzt.

Die Steuerung auf der Konsole bietet keine Überraschungen und orientiert sich an der klassischen First Person Steuerung. Die Bewegung selbst kommt mir etwas schwammig vor. Nach einiger Zeit kommt man aber auch damit ganz gut klar und da für mich persönlich der Focus auf dem PvE liegt habe ich weniger den Nachteil gesehen.

Die Grafik ist mit der Unreal Engine nicht mehr das aktuellste auf dem Markt. Der Vergleich mit Ark, Rust und DayZ ist da gar nicht so weit hergeholt und fügt sich optisch ganz gut in die Reihe ein.

Memories of Mars ist für PC, Playstation 4 (PS4) und Xbox one verfügbar.

Memories of Mars – Review – Wir bauen den Mars neu auf zum Konsolenrelease
6
Grafik
6.5
Sound
6
Steuerung
6
Spiele Spaß
6.5
Preis Leistung
Gesamtwertung 6.2 / 10
Unser Fazit
Memories of Mars von Limbic Entertainment GmbH und 505 Games ist ein Sandbox-Survival-Game welches ein alternatives Setting zu den üblichen Verdächtigen wie Akr und Rust bietet. Die Welt auf dem Mars wirkt zwar realistisch umgesetzt wenn man Bilder der NASA sieht, ist aber um einiges trostloser als die der Alternativen Titel. Dennoch macht es Spaß sich die ein um andere Stunde auf der Marsoberfläche zu vertreiben.
Gaming / PlayStation / Tests / Xbox / 505 Games / Limbic Entertainment / MEMORIES OF MARS / Playstation 4 / PS4 / Review / Test / Xbox one
[topgamingnews.de] · 28.03.2020 · 06:55 Uhr
[1 Kommentar]
 

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