Massive Raketenangriffe auf russische Militärziele in der Krim
In einer Eskalation der Kampfhandlungen hat die ukrainische Streitmacht Raketenangriffe auf russische Militäreinrichtungen auf der annektierten Halbinsel Krim durchgeführt. Nach Angaben aus Moskau sollen etwa 20 Marschflugkörper auf strategische Punkte wie Luftwaffenbasisareale bei Sewastopol und Jewpatorija abgefeuert worden sein. Eine offizielle Bestätigung von ukrainischer Seite liegt zwar nicht vor, dennoch deutet ein Beitrag auf Telegram des ukrainischen Luftwaffenkommandeurs Mykola Oleschtschuk auf einen solchen Angriff hin.
Als Vergeltung startete Russland seinerseits Drohnenangriffe auf ukrainische Ziele, darunter auch auf die Metropole Charkiw, bei denen ein Krankenhaus beschädigt und vier Personen verletzt wurden. Der Angriff folgt dem fast zweijährigen Muster russischer Luftoperationen gegen die Ukraine, der nun am 708. Tage anhält.
Während das russische Verteidigungsministerium behauptet, den Großteil der Geschosse abgefangen und keine Schäden an ihren Luftfahrzeugen zu verzeichnen zu haben, lassen Berichte im Netzwerk Telegram den Rückschluss zu, dass der Angriff womöglich weitreichendere Folgen gehabt haben könnte. Rauchsäulen über dem Luftwaffenstützpunkt Belbek und dem Militärflugplatz Saki verstärken die Annahme größerer Zerstörungen.
General Oleschtschuk erinnerte daran, dass Belbek vor der russischen Annexion Standort einer ukrainischen Fliegerbrigade war. Die indirekte Einnahme, verbunden mit einem potenziellen Videobeweis, heizt die Mutmaßungen eines erfolgreichen Angriffs weiter an. Die versehenen modernen Drohnen und Marschflugkörper aus westlicher Produktion erhöhen die ukrainische Kapazität, Ziele auf der Krim zu erreichen, was das strategische Ziel der Rückeroberung unterstützt.
Präsident Selenskyj sieht trotz verbesserter Abwehrlage weiterhin einen harten Winter vor den Ukrainerinnen und Ukrainern. Verstärkte Luftabwehrsysteme und die zivile Infrastruktur sollen die Bevölkerung vor russischen Angriffen schützen. Gleichzeitig drängt Präsident Putin russische Banken zur Expansion in besetzte Gebiete und beruhigt hinsichtlich Sanktionsängsten.
Die EU sucht unterdessen nach Wegen, Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hinsichtlich Hilfen für die Ukraine umzustimmen. Ein Sondergipfel in Brüssel könnte entscheidende Weichen für die Zukunft stellen. (eulerpool-AFX)

