Maneater – Review – Jetzt drehen wir den Spieß mal um und gehen auf Haijäger Jagd

In allen Meeren dieser Welt sind sie heimisch… große Exemplare, kleine Vertreter der Gattung, von den arktischen Gewässern bis in die tropischen Meere. Die Rede ist von Haien… viele Filme haben in den letzten Jahrzehnten die Angst vor den Raubfischen beim Menschen geschürt und die Jagd auf diese Fischart hat manch einen Vertreter an den Rand der Ausrottung gebracht. Verschiedene Völker oder Traditionen versprechen sich heilende Wirkung oder sonstige Effekte die ich hier aber mal nicht weiter ausführen möchte, sonst muss der Bericht noch mit FSK 18 gekennzeichnet werden 😉

Jetzt aber genug der Hintergrund Informationen zu unseren fischigen Herrschern der Meere bevor hier noch wer depressive wird… denn jetzt wird der Spieß nämlich umgedreht. Laut Statistik werden pro Jahr bis zu 100 Millionen Haie durch Menschen getötet… aber im Durchschnitt nur 64 Angriffe pro Jahr von Haien auf Menschen registriert. Diese Zahlen gilt es einmal etwas auf den Kopf zu stellen und die Entwicklern von Tripwire Interactive und Blindside Interactive geben euch das Werkzeug um zumindest virtuelle unterhalb des Meeresspiegel auf Fresstour zu gehen… ähm schwimmen.

Uns wurde mit Maneater ein Open World ShaRkPG angekündigt, was das bedeutet wollen wir euch in diesem Review zeigen und gucken ob es hält was uns versprochen wurde.

Als ausgewachsener Bullenhai ziehen wir unsere Bahnen, in diesem einleitenden Tutorial bekommen wir Bewegungen und weitere Aktionen wie das Ausweichen und das Angreifen erklärt. So schlagen wir als ausgewachsene Fressmaschine bei Schildkröten und anderem Fisch-Snacks zu, bis wir schließlich in die Nähe eines Strandes gelangen und von Fischstäbchen auf leckeren Menschen-Braten umsteigen. Tretboote, Schwimmer und Gummi Inseln mit den leckeren, schreienden Happen werden von nun an aufgemischt… Nach kurzer Zeit ist aber Schluss mit der freizügigen Bedingungen am Buffet und unser Nachmittagssnack wird durch Boote und Jetski mit Jägern unterbrochen. Ein Boot nach dem anderen wird durch unsere Angriffe versenkt, während wir den Schüssen der Angreifer Ausweichen.

Man, sind die Jäger lecker und dumm genug sich mit euch anzulegen.

Aber nicht alle sind so einfach unter zu kriegen, denn jetzt bekommt ihr es mit den Profis zu tun. Scaly Pete, ein berühmter Haifänger der sich gerade mit einer Filmcrew auf der Jagd befindet bekommt Wind von euren Angriffen und nimmt sich deiner an… leider zieht ihr dabei den Kürzeren und hängt sehr schnell an seinem Haken. Der legendäre Haijäger macht kurzen Prozess und findet im Bauch des Fisches einen Babyhai den er mit seinem Messer ein Narbe als Mal verpasst um ihn später wieder zu erkennen. Bevor Pete ihn ins Wasser zurückwerfen kann verpasst dieser kleine Spross dem Jäger auch ein Zeichen… indem er ihm seine Hand nimmt.

Von jetzt an schlüpft ihr in die Haut dieses kleinen Bullenhai. Euer Ziel ist es zu wachsen und euch an den Jägern und vor allem an Scaly Pete zu rächen.

Zwischendurch bekommen wir von einer Erzählerstimme immer mal wieder Details zum Verhalten von Haien eingeworfen, diese sind zwar anfangs ganz informativ aber mit der Zeit fühlen wir uns eher wie in einer Naturdokumentation als in einem Game… Aber irgendwann hört man das schon gar nicht mehr.

In den Sümpfen fressen wir uns durch kleine Fischschwärme und legen uns mit Krokodilen an (für so eine Handtasche sind die ganz schön schwer zu besiegen) und erhalten so immer mehr an Erfahrungspunkte. Natürlich schwimmen wir nicht Planlos durch die Gegend, sondern haben auch Aufgaben die uns auf spezielle Ziele los gehen lassen und somit noch mehr Erfahrungspunkte und Ressourcen sammeln zu können.

Mit zunehmender Erfahrung wächst nicht nur das Level sonder vor allem wir selbst und damit auch unsere Fähigkeiten. Nach und nach schalten wir Fähigkeiten in Form von Organen frei wie zum Beispiel ein Sonar um kurzzeitig potentielle Opfer in der Umgebung auf zu spüren oder wir Nahrung effizienter verdauen um mehr Gesundheit beim Fressen zu erhalten. Aber auch euer Körper lässt sich durch verschiedene Addons weiter verbessern, verbessert also euer Gebiss um mehr Schaden zu versuchen oder Gegner zu lähmen und verpasst euch Knochen Flossen und macht euch widerstandsfähig gegen Angriffe. Hier drin liegt so ein Teil der RPG Komponente, indem ihr eure erspielten Fähigkeiten, bzw Verbesserungen für euch optimal verwenden und einsetzten könnt.

Mit den Aufgaben kommt aber ein Nachteil ins Spiel… denn mit den Aufgaben wie: “Fresse 10 Zackenbarsche” und “Besiege das Ziel” ist die Abwechslung schon fast ausgeschöpft. Mit der Ruchlosigkeit Stufe kommen dann noch die immer stärker werdenden Jäger dazu, aber damit hat sich die Abwechslung leider fast schon erledigt und das Spiel driftet etwas in ein grindiges Gameplay ab.

Der Ansatz des Spiel ist sehr vielversprechend aber leider sind die Schwächen im Bezug auf die mangelnde Abwechslung nicht von der Hand zu weisen. Auch die versprochene offen Welt weist ein paar Schwächen auf, diese ist zwar frei erkundbar aber in seiner Größe doch schon begrenzt und die einzelnen Abschnitte sind erst mit Erreichen einer bestimmten Wachstumsphase erreichbar. Eine Limitierung erfolgt also nicht durch die Härte der Gegner, wasswas ich persönlich bevorzugen würde, sondern ob ich stark genug bin um das Tor zum nächsten Bereich auf zu schlagen.

Die grafische Umsetzung ist grundsätzlich recht gut gelungen und und hübsch an zu sehen, vor allem der Kontrast von Ober- zu unterhalb der Wasseroberfläche ist nett anzusehen… aber auch hier gibt es Schwächen in den Texturen und Detaillierung von zum Beispiel den Menschen. Durch die relativ schnellen “Interaktionen”… Na, wir nennen es beim Namen… Also, fressen von Schwimmern und Tauchern ist dieses Detail aber eher eine unschöne Randerscheinung als ein Aufhänger um sich daran hochzuziehen, andere Gegner wie Krokodile und andere Meeresbewohner sind hingegen gut gelungen.

Die Steuerung ist im Tutorial gut erklärt und schnell verinnerlicht… aber da die Möglichkeiten als Hai nicht außergewöhnliche umfangreich sind, man also keine wahnsinnigen Combos erwarten braucht fällt man bei Kämpfen gegen Haijäger oder größere Feinde oft ins Buttonsmashing über. In wie weit eine Steuerung als realistisch bezeichnet werden kann ist schwer zu sagen… Ich bin so selten ein Fisch gewesen in meinem Leben… aber bis auf einen nicht so gut gelösten Übergang vom Schwimmen ander Oberfläche und dem Wechsel zum Tauchen via Aktionstaste zum abtauchen, fühlt sich die Freiheit Unterwasser gut an.

Maneater – Review – Jetzt drehen wir den Spieß mal um und gehen auf Haijäger Jagd
6.5
Grafik
7
Sound
7.5
Steuerung
7
Spiele Spaß
7
Preis Leistung
Gesamtwertung 7 / 10
Unser Fazit
Im Großen und Ganzen ist Maneater ein sehr interessanter Titel und bietet eine neue Gameplay Erfahrung wo wir den Spieß einmal umdrehen und die Jagt aus einer anderen Perspektive erleben. Wer nicht auf zu tiefe Story oder ausgefallene Aufgaben hofft und einfach seinen Spaß haben will in dem etwas Chaos an idyllischen Stränden verbreitet wird ist in diesem Open World ShaRkPG gut aufgehoben.
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[topgamingnews.de] · 24.05.2020 · 14:38 Uhr
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