"Made-in-China"-Teslas fahren bald auf den Straßen - Durchbruch für den Massenmarkt?

• Auslieferungsstart chinesischer Model 3 geplant
• Noch vor dem chinesischen Neujahrsfest
• Ein Jahr nach Spatenstich

Der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla legt große Hoffnung auf seine Shanghai-Gigafactory, denn der dortige Markt folgt nachfragetechnisch direkt auf den US-Heimatmarkt. Noch Mitte Oktober, als die Regierungsgenehmigung bekannt wurde, verlautete Tesla bis Ende dieses Jahres 1.000 Model 3 vom chinesischen Fließband rollen zu lassen. Dabei intendiere Konzernoberhaupt Elon Musk wohl eine rapide Steigerung, die irgendwann bis zu 9.000 Fahrzeuge pro Woche erreichen soll.

Model 3 made in China zum Neujahrsfest

Wie Bloomberg berichtet, plant der Elektroautobauer aus San Carlos die Auslieferung für in Shanghai produzierte Model 3 noch vor Ende Januar zu starten - zuvor wurde der Start ungenau auf das erste Quartal 2020 beziffert. "Wir bemühen uns, vor dem Frühlingsfest schrittweise zu liefern, damit unsere Kunden unsere in China gebauten Modell-3-Limousinen für die Feiertage nach Hause fahren können", äußerte das Unternehmen gegenüber Bloomberg. Das chinesische Neujahrsfest Spring Festival - oder auch Lunar New Year - leitet das neue Jahr mit einer sieben Tage andauernden Festivität ein. Außerdem würde die Auslieferung der chinesischen Model 3 rund ein Jahr nach dem Start der Baustelle beginnen.

Für China und Tesla eine Premiere

Tesla treibt mit seiner Fabrik im Reich der Mitte die Expansion um einen wichtigen Treiber voran - weltweit werden hier mitunter die meisten Elektroautos abgesetzt. Der Musk-Konzern hat sich den Zugang zu dem wichtigen Markt mit viel Potenzial verschafft und spart sich so die Importe aus den USA. Dabei handelt es sich bei der Gigafactory bei Shanghai um das erste Werk, welches sich vollständig in Besitz eines ausländischen Autobauers befindet, berichtet Bloomberg. Und es ist Teslas erste Produktionsstätte außerhalb des Heimatmarktes. Doch so viel Hoffnung wie der US-Elektroautobauer auf die in China ansässige Fabrik setzt, so viele Schwierigkeiten könnten auch darauf zukommen. Tesla muss einerseits beweisen, dass die Profitabilität, die im dritten Quartal wieder nach lange roten Zahlen erreicht wurde, auch halten kann. Parallel konkurriert Tesla vor Ort mit lokalen Autoherstellern wie NIO oder BYD, die ebenfalls immer mehr Elektroautos unters Volk bringen wollen. CEO Elon Musk muss nun also beweisen, dass er mit den China-Ambitionen für seinen Autokonzern auf dem richtigen Weg ist.

Es bleibt bis zu dem chinesischen Neujahresfest, das am 25. Januar beginnt, also spannend. Interessant dürfte auch sein, wie gut die "Made-in-China"-Modelle ankommen und auf welche Stückzahl sich die Auslieferungszahlen schließlich belaufen werden.

Ausland
[finanzen.net] · 27.11.2019 · 18:31 Uhr
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