Hamburg (dts) - Der tumultartige Protest gegen eine Vorlesung des AfD-Gründers Bernd Lucke an der Hamburger Universität hat einen Streit über die Diskussionskultur an deutschen Universitäten ausgelöst. "Eine Vorlesung von Herrn Lucke zu einem Fachthema zu verhindern, ist nicht im Sinne der Freiheit ...

Kommentare

(8) Spock-Online · 18. Oktober um 14:10
Wenn einfach absolut keiner zu der Lesung hingeht, ist ja alles in Ordnung. Dann verschwindet er wieder von alleine. Diese ganze Demo hat ihn nur die Aufmerksamkeit verliehen, die er nicht verdient.
(7) LordRoscommon · 18. Oktober um 08:25
@6: Das ist von VOR der 2013er Wahl. Lucke hat das gekannt. Er hat sich nicht nur nicht in den Weg gestellt, er hat das gebilligt. Das geht klar auf sein Konto. Damals waren Petry & von Szorch schon an Bord der AfD, genau wie Höcke. Auch Henkel hat ins selbe Horn geblasen. Heute wollen Lucke & Henkel ihre Hände in Unschuldwaschen, aber sie haben das Blut von Kassel und Halle an den Pfoten kleben. Er hat den Weidel-Runaway erfunden <link>
(6) Folkman · 18. Oktober um 08:10
@5: Natürlich ist und war Lücke schon immer neoliberal bis ins Mark, ähnlich einem Friedlich Merz, und natürlich begann die AfD schon damals, Rechtsextremisten anzuziehen. Drum schrieb ich ja auch: er stellte sich dieser Entwicklung nie wirklich in den Weg...
(5) LordRoscommon · 18. Oktober um 08:03
@4: Da möchte ich aber mal auf zwei Sachen hinweisen: 1. den "Hamburger Appell" von Lucke & Cons. aus dem Jahr 2005 <link> - ein Stück Scharlatanierie, wie man es sonst nur von Prof. UNSinn kennt; 2. <link> (einfach runterscrollen und "annehmen" klicken) - wie AfD-Wähler schon 2013 tickten, also noch zu Luckes Hoch-Zeiten. Dieses Pack hat Lucke sich rangezogen.
(4) Folkman · 18. Oktober um 07:36
@2: Naja, die AfD war anfangs zwar noch nicht die rechtsextreme Partei, die sie heute ist, aber Lucke stellte sich dieser Entwicklung nie wirklich in den Weg. Er arbeitete problemlos mit Höcke und Gauland zusammen, und seine Kritik begann erst nach seinem Machtverlust, als er nach der Wahlniederlage gegen Petry in der AfD so gut wie erledigt war, was denn auch zu seinem Austritt führte... 
(3) LordRoscommon · 18. Oktober um 03:04
Klar hätte es gereicht, wenn Lucke seine Vorlesung vor leerem Saal gehalten hätte. Aber so ticken Studenten nicht. Lucke hat mehr Dreck am Stecken, als die meisten Deutschen wissen. Sein "Hamburger Appell" war der Grundstein für die unsägliche Agenda 2010. Die AfD war von Anfang an eine Ansammlung neoliberaler, erzkonservativer und nationalistischer Chaoten, die nichts weiter als die Zerstörung demokratischer Strulkturen im Sinn hatten.
(2) suse99 · 18. Oktober um 01:42
Bei Studenten, also Menschen, die für sich eine gewisse Intelligenz in Anspruch nehmen, kann man doch wohl davon ausgehen, dass sie den Unterschied kennen zwischen der von Lucke gegründeten Partei und dem, was daraus geworden ist. Er hat die Entwicklung nicht kritiklos begleitet, hat die Partei verlassen und eine neue gegründet mit Zugangskontrollen um eine Wiederholung zu verhindern. Weltfremd Ja. Demokratisch Ja. Handgreiflichkeiten sind AfD-Niveau von heute. Protest ist wichtig aber nicht so
(1) Pusigren · 18. Oktober um 00:44
Wie wenig Feingefühl muss eine Uni haben, um dem Lucke eine Vorlesung zu ermöglichen und zu glauben, dabei gäbe es keine Proteste? Das Argument der "Freiheit der Lehre" ist ziemlich dürftig - hätte man auch einem Göbbels eine freiheitlich ungestörte Vorlesung gestattet mit dem Argument der Wissenschaftsfreiheit? Wie absurd! Ich finde es richtig, dass die Studierenden gegen etwas protestiert haben, was nie hätte erlaubt werden dürfen - Handgreiflichkeiten natürlich ausgeschlossen.
 
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