London (dpa) - Nach dem gescheiterten Neuwahlantrag von Premier Boris Johnson können die Briten frühestens im November über ein neues Parlament abstimmen. Das Unterhaus, das inzwischen in einer fünfwöchigen Zwangspause ist, verwehrte Johnson erneut die für eine vorgezogene Wahl nötige ...

Kommentare

(17) tastenkoenig · 11. September um 15:01
Aber sehen wir's mal nüchtern: London interessiert sich seit jeher mäßig für die Provinzen. Die Brexiteers haben sich kein Stück für die Folgen für das Good Friday Agreement interessiert - bis May auf die Idee kam, neu wählen zu lassen, und plötzlich auf die Unterstützung der DUP angewiesen war. Aber seit Johnson sowieso keine Mehrheit mehr hat muss er auf die auch keine Rücksicht mehr nehmen. Insofern nicht völlig ausgeschlossen, dass Nordirland plötzlich doch noch Sonderwirtschaftszone wird.
(16) tastenkoenig · 11. September um 15:00
Kommt drauf an, wen man fragt. Die DUP würde lieber eine harte Grenze zu Irland als eine zum UK inkaufnehmen. Andere Nordiren mögen das teilweise anders sehen, aber insgesamt wird auch da die Meinung geteilt sein. Die gemeinsame EU-Mitgliedschaft des UK und der Republik Irland war tatsächlich eine großartige Grundlage, die dem Nordirlandkonflikt Brisanz im Alltag genommen hat. Aber die zugrundeliegenden Ursachen wurden nie beseitigt und werden mit einer Grenze wieder an Bedeutung gewinnen.
(15) Tashunkawitko · 11. September um 14:49
Am meisten besorgt mich die Situation in Irland / Nordirland. Soviel kann der Brexit gar nicht bringen, dass man erneute Unruhen in Kauf nimmt. Eine harte Grenze ist für die Nordiren nicht akzeptabel, soviel ist sicher.
(14) Marc · 10. September um 18:47
Wenn man merkt man bekommt nix auf die Kette... einfach mal den Laden schließen.
(13) Troll · 10. September um 18:19
Aber mal ehrlich. Bei anderen Ländern in denen Politiker so umgehen (spontan denke ich an die Türkei) ist so eine diktorische demokratieaushelbelnde Politik ein klarer Ausschlußgrund für die EU. In sofern eigentlich logisch, wenn das UK, wo Johnson es jetzt auch genau so versucht, das Land nicht mehr teil der EU ist.
(12) flapper · 10. September um 18:16
endlich mal ein Monat Sendepause - wahrscheinlich leider nicht
(11) Wesie · 10. September um 17:41
@10: Es ist sogar unbestritten, dass es derzeit keine Mehrheit mehr für einen Brexit gäbe. Das zeigen ja repräsentative Umfragen . Und vor allem die Alten waren es, die für den Brexit stimmten damals. Die jüngeren Bürger haben sich insgesamt klar dagegen positioniert. Die Alten sterben weg, während die Jüngeren nachkommen... die Tendenz ist also klar. Und nun macht man also Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung...
(10) user47765 · 10. September um 16:06
@9 Ich würde auch gern mal wissen, was die wahren Gründe sind, warum die so stur mit dem Kopf durch die Wand wollen. Die sollten vielleicht die Bevölkerung erneut befragen, denn mittlerweile ist sehr viel Zeit vergangen. Und das erste Referendum war auch sehr knapp ausgegangen. Vielleicht sieht jetzt der Volkes Wille ganz anders aus.
(9) Wesie · 10. September um 11:31
Das Allerschlimmste ist doch, dass die Brexit-Befürworter genau wissen, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Brexit gar nicht (mehr) will. Und dennoch versuchen sie, den um jeden Preis durchzuprügeln...
(8) tastenkoenig · 10. September um 11:26
@6: Teil des Gesetzes ist, dass der PM, wenn ihm rechtzeitig kein eigener Deal gelingt, eine Verlängerung beantragen muss. Sollte die EU dieser Verlängerung nicht zustimmen, könnte tatsächlich die Rücknahme des Austritts anstehen. Das hat in der gestrigen Debatte eine Liberaldemokratin auch so dargestellt. Es ist aber nicht zu vermuten, dass die EU ablehnen würde, weil keiner auf EU-Seite am Ende den Schwarzen Peter für den Brexit haben will. Bleibt die Frage, ob BJ dem Gesetz folgen wird.
(7) Mehlwurmle · 10. September um 09:25
Johnson wird die Verlängerung nicht beantragen, die Frage ist dann, wie das Parlament dann rechtzeitig einen No-Deal-Brexit verhindern will. Klagen dürfte zu lange dauern und wohl auch nicht sicherstellen, dass Johnson den Verschiebeantrag stellt. Andere Alternativen haben bisher keine Mehrheit im Parlament gefunden. Aber vielleicht nutzt das Parlament seine Zwangspause sinnvoll um sich in inoffiziell schonmal auf eine funktionierende Lösung zu verständigen.
(6) anddie · 10. September um 09:16
Also das Ding heißt bei uns in sämtlichen Nachrichten "Gesetz gegen No-Deal-Brexit". Wieso wird dann ständig nur davon geredet, dass Johnson eine Verlängerung beantragen muss? Bei dem Titel des Gesetzes würde ich vermuten, wenn keine Verlängerung gewährt wird, dass dann Großbritannien seinen EU-Austrittsantrag einseitig zurückziehen müsste. Wird Johnson ja noch weniger tun wollen.
(5) cerbarus · 10. September um 08:47
Nun wie wäre es weiter mit Zollfreiheit, Reisen wie bisher als EU Bürger, Zuschüsse natürlich auch, nur keine Mitgliedsbeiträge mehr, das würde den Insulanern doch sicher gefallen und bisher macht die EU doch vor jedem einen Bückling, es sei denn, die Amis sagen der sei ein Schurke, was der Donald vom Boris ja nicht behauptet.
(4) user47765 · 10. September um 08:09
Sieht so aus, als hätte sich ein ganzes Land, insbesondere seine Politiker, mit dem Brexit in eine Idee verrannt, wo sie dachten, es bringt ihnen irgendwelche Vorteile. Nun erkennen sie langsam, dass sie nichts damit gewinnen werden, aber alle rennen weiter ins Verderben, weil sie es sich nicht eingestehen können und ihr Gesicht wahren wollen.
(3) CashKarnickel · 10. September um 08:05
Manchmal erinnert einen das britische Unterhaus an eine Makaken-Herde...
(2) Sonnenwende · 10. September um 07:36
Ich bin gespannt auf die europäische Resolution zu dem ganzen.
(1) tibi38 · 10. September um 07:17
gutes Benehmen ist heute Selten gewOrden
 
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