Lkw-Sternfahrt in Berlin: Transportgewerbe macht auf seine Forderungen aufmerksam
Verkehrsbehinderungen werden in den kommenden Tagen in Berlin erwartet, da sich das Transportgewerbe mit einer Sternfahrt Gehör bei der Politik verschaffen möchte. Die Großkundgebung startet am Donnerstagmittag im Tiergarten und erstreckt sich bis zum Freitagabend, wie die Verkehrsinformationszentrale auf der Plattform X verkündete.
Mit bis zu 1500 Lastkraftwagen wird gerechnet, was zu umfangreichen Sperrungen führen wird. Ziel der Demonstration ist es, dass die Anliegen des Transportgewerbes von der Politik gehört und ernst genommen werden. Daniel Beständig, Sprecher des Bundesverbands Logistik & Verkehr pro (BLV-pro), erklärte am Donnerstagmorgen im RBB-Inforadio, dass viele Schreiben, auch an die Bundesregierung, unbeantwortet geblieben seien. Die Branche sei finanziell an ihre Grenzen gestoßen und benötige Unterstützung, um auch in Zukunft am Markt erfolgreich bestehen zu können.
Zu den Forderungen des Verbandes gehören unter anderem eine Rücknahme der Mauterhöhung und der CO2-Bepreisung, fairer Wettbewerb sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union sowie die Forderung nach Gewerbediesel. Das Transportgewerbe sieht dringenden Handlungsbedarf und möchte mit der Sternfahrt die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen.
Die Lkw-Sternfahrt wird zweifellos zu Verkehrsbehinderungen führen, jedoch hat das Transportgewerbe keine andere Wahl, als auf diese spektakuläre Art und Weise auf seine Situation aufmerksam zu machen. Die Geschwindigkeit und Lautstärke der Lkw-Kolonnen wird kaum zu übersehen und zu überhören sein. Die Politik wird somit nicht umhin kommen, sich mit den Forderungen des Transportgewerbes auseinanderzusetzen und Lösungen für die aktuellen Probleme zu finden. (eulerpool-AFX)

