Linnemann fordert offensiveres Krisenmanagement von Laschet

Berlin (dts) - Der Vize-Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Carsten Linnemann, hat den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet zu einem offensiveren Krisenmanagement aufgefordert. "Wir müssen zeigen, dass die Union Corona-Management kann. Bei der Maskenaffäre müssen wir Klarschiff machen und thematisch müssen wir voll in die Offensive gehen. Da ist Armin Laschet jetzt gefordert", sagte Linnemann der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe).

Die Union müsse sich thematisch nun für das Wahljahr rüsten. "Wir brauchen einen Deutschland-Plan für das Comeback nach der Krise. Die Union muss die Frage beantworten, wovon wir in Zukunft leben wollen und nicht nur wie", sagte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. Zugleich brachte er konkrete Vorschläge ins Spiel: "Ich bin für ein Familiensplitting, ein Gesellschaftsjahr für junge Menschen und dafür, die Wahlperiode auf zwei Perioden zu begrenzen für den Bundeskanzler und für alle Minister. Außerdem sollten wir nur noch dort verbeamten, wo es um hoheitliche Aufgaben geht", sagte Linnemann. Die Union hatte zuletzt in Umfragen drastisch an Zustimmung verloren. "Die Maskenaffäre ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Im Kern sind die schlechten Unionswerte aber mit dem miserablen Corona-Management zu erklären", sagte der Vize-Fraktionschef.
Politik / DEU / Parteien
29.03.2021 · 02:00 Uhr
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