Ahlbeck (dpa) - Nach Auffassung von FDP-Chef Christian Lindner rechtfertigt das Risiko falsch negativer Coronatests nicht die Ungleichbehandlung von geimpften und negativ getesteten Menschen. «Es ist ein verantwortbares Risiko», sagte Lindner auf der Insel Usedom. Neben Tests, die nicht anschlagen, ...

Kommentare

(29) Sonnenwende · 27. Juli um 05:26
@28 Danke für den Link. Es wäre erfreulich, wenn sich das bzgl. Impfungen bestätigen würde. Die Viruslast selber ist nur einer von vielen Faktoren, die die Ansteckungsgefahr bestimmen und korreliert nicht direkt mit der Zeit bis andere sich anstecken. Das es mittlerweile eine Metastudie zur Zuverlässigkeit der Tests gibt, habe ich gestern schon erfahren, ja schade, dass die Zuverlässigkeit so deutlich schlechter ist.
(28) michifritscher · 27. Juli um 00:37
Die Werte von <link> unterstreichen, dass Tests deutlich unzuverlässiger sind als Impfungen - vollständige Impfungen sowieso. Und die Viruslast ist selbst bei einem Impfdurchbruch im Durchschnitt gradmal 25% von der Viruslast eines ungeimpften - was grob der vierfachen Zeit entspricht, bis man sich angesteckt hat.
(27) michifritscher · 27. Juli um 00:33
@26: Problem: An so viele positiven Proben muss man heutzutage erstmal kommen - das ist derzeit (Zum Glück!) gar nicht so einfach. Das wäre grob überschlagen die komplette Testung in Deutschland in einer Woche. Und selbst mit einem Fehlerbalken von +/-15% wären die knapp 43% auch im Gutfall (58%) miserabel.
(26) Sonnenwende · 26. Juli um 20:56
@24 Tatsächlich haben wir aneinander vorbei geredet. Mein Fehler, ich hab irgendwie mir deinen Link nicht richtig angeschaut. Dazu möchte ich nur sagen, dass jeder ernsthafte Wissenschaftler dir bei 101 untersuchten Proben was "hustet". Das sagt überhaupt nichts aus. In diesem Bereich gehen seriöse Studien erst bei 5000 Proben los.
(25) thrasea · 26. Juli um 20:47
@21 Danke. Genau um die Wahrscheinlichkeit "niedrig, aber nicht Null", die das RKI nennt, geht es :-) @23 OK. Ich stimme dir ja zu, dass wir im Alltag noch (und auch dauerhaft) eine Alternative zu vollem Impfschutz brauchen. Schnelltests sind da besser als gar nichts – und immerhin filtern sie hochinfektiöse Superspreader zuverlässig heraus. Ansonsten müssen wir das nicht vertiefen, ich fürchte wir langweilen andere. Ich hoffe, dass Lindners Aussagen noch einem prof."Faktencheck" unterzogen wrdn
(24) thrasea · 26. Juli um 20:43
@20 Reden wir denn so sehr aneinander vorbei? Nochmal der Bezug zum Link in @11: Die Sensivität der Tests im klinischen Praxiseinsatz betrug 42,6%. Von 5056 im klinischen Alltag genommenen Proben wurden per PCR-Test 101 positiv erkannt. Von diesen 101 positiven Proben wurden 43 (42,6%) von Antigen-Schnelltests richtig positiv erkannt, 58 (57,4%) allerdings falsch negativ. Die Studie wurde hier publiziert: <link> Also sehr weit weg von einer Sensivität von 99%, die du angibst.
(23) Sonnenwende · 26. Juli um 20:32
@19,21 Das sind eben nur Vermutungen, habe ich an verschiedenen Stellen gelesen, nicht als Hauptinhalt eines Artikels. Wenn ich Zeit habe schau ich noch mal, wo ich das gelesen habe. Aber irgendwo müssen wir halt auch mal einen Schnitt machen, wir brauchen eine Alternative zur Impfung, auch wenn sich hoffentlich noch viele Menschen impfen lassen.
(22) Sonnenwende · 26. Juli um 20:27
(2) Schwieriger ist es bei niedrigeren Infektionszahlen, aber nur bei den falsch positiven: Wäre nur ein Prozent der Testgruppe infiziert, würden 50 von ihnen nicht erkannt, während 24.750 Gesunde als vermeintliche Virusträger identifiziert werden. In diesen Szenario würden der Test 29.700 Infizierte melden, während es real nur 5000, also gut ein Sechstel sind (wo ich mich ja wundere, dass die Leugner hier das nicht anführen, vermutlich haben sie's einfach nicht verstanden).
(21) AS1 · 26. Juli um 20:26
@19 Da gibt es nicht viel, das ist wohl immer noch der Stand der Dinge, falls Du bei Deiner Recherche Neueres und Konkreteres findet, wäre das natürlich schön <link>
(20) Sonnenwende · 26. Juli um 20:26
@18 Sensitivität = Infizierte werden als solche erkannt (richtig positiv), Spezifität = Gesunde werden als solche erkannt (richtig negativ)) Die Senstivität der Schnelltests leigt bei durchschnittlich 99%, die Spezifität bei 95%. Bei einer Kohorte von 500 000 mit 10 % Infizierten würden demnach 49.500 erkennen (also 500 wären falsch negativ), während er 22.500 Gesunde als infiziert anzeigen würde. Tschuldigung, aber das ist nicht schlecht. (2)
(19) thrasea · 26. Juli um 20:22
@14 "die falsch negativen Ergebnisse liegen auch bei kleiner Kohorte in einem Bereich, den man auch für Infektion von und damit Ansteckung durch Geimpfte vermutet." Da muss ich leider passen. Bisher kenne ich keine konkreten Zahlen, wie häufig Ansteckungen durch Geimpfte vorkommen oder vermutet werden. Wenn du dazu eine passenden Quelle hast – gerne her damit :-) Sonst werde ich in den nächsten Tagen selbst mal recherchieren.
(18) thrasea · 26. Juli um 20:13
@14 Ich habe den Artikel jetzt extra noch einmal genau gelesen. Sorry, aber es geht bei den schlechten Werten tatsächlich um die Sensivität. Die schlechte Sensivität führt zu vielen falsch negativen Ergebnissen."Während die Sensitivität der Schnelltests dabei deutlich schlechter als erwartet ausfiel, erreicht ein anderes Kriterium gute Werte: die Spezifität. Sie liegt mit 99,68 Prozent im Bereich der Herstellerangaben. Die Spezifität beziffert den Anteil der korrekt negativ getesteten Personen."
(17) Pontius · 26. Juli um 19:48
@16 Wie gesagt, daher verwundert mich die Aussage bzgl. der hohen Genauigkeit. Das Tests nur Momentanabbilder mit Nachteilen (schlechter Probenabstrich, falsche Ergebnisse etc.) sind, da sind wir uns glaube ich alle einig.
(16) Sonnenwende · 26. Juli um 19:39
@15 Ja, bis 4 Tage kann das passieren, aber auch bei der PCR kann das bis 2 Tage passieren - und die gilt 48 h (die Schnelltests 24 h), in denen man sich auch wiederum infizieren und ansteckend werden kann, 100% Sicherheit wird es eben nie geben, und man kann auch von Pontius zu Pilatus kommen dabei (Wortspiel war Absicht *ggg*)
(15) Pontius · 26. Juli um 19:29
@10 Wenn der Schnelltest noch nicht anschlägt (asymptomatischer Verlauf, irgendwas von 4 von 9 Tagen zeigt der Schnelltest nichts an), dann ist der Schnelltest doch falsch-negativ - oder verwechsle ich da etwas?
(14) Sonnenwende · 26. Juli um 19:27
@12 Diese Zahlen kenne ich schon auch - sie sind aber bisher reine Statistiken und in der Praxis nicht überprüft worden - und beziehen sich überwiegend auf die falsch positiven Ergebnisse - übrigens ein "Fressen" für die Leugner. Schau es dir noch mal genauer an - die falsch negativen Ergebnisse liegen auch bei kleiner Kohorte in einem Bereich, den man auch für Infektion von und damit Ansteckung durch Geimpfte vermutet.
(13) ticktack · 26. Juli um 19:27
Wieder ganz die Egomanen-Partei: Hauptsache, die FDP kann vor Impfverweigerern und anderen Ichlingen kriechen.
(12) thrasea · 26. Juli um 19:20
2/2 – Das ist z.B. bei regelmäßigen Testungen in der Schule oder im medizinischen Bereich gegeben. Bei einmaligen Tests vor Veranstaltungen, was Lindner gerade anspricht, sieht es aber schlecht aus mit dem Nutzen der Schnelltests. Auch Drosten hat das in seinem Podcast mehrmals erwähnt bzw. auch detailliert besprochen.
(11) thrasea · 26. Juli um 19:18
@7 Schau mal hier: <link> "Demnach liegt die Sensitivität der Antigen-Schnelltests im klinischen Praxiseinsatz mit 42,6 Prozent signifikant unter den Herstellerangaben." Wenn die Viruslast niedrig ist, gerade in den ersten und letzten Tagen der infektiösen Phase, werden oft falsch negative Ergebnisse ermittelt. Das RKI hat dazu ein gutes Merkblatt herausgegeben: <link> Das Problem kann man umgehen, indem die Schnelltests regelmäßig durchgeführt werden. – 1/2
(10) Sonnenwende · 26. Juli um 19:13
@8 Nein, eben nicht, bei den falsch negativen gibt es in der Regel ja gar keinen nachfolgenden PCR Test, deswegen ist das für die Allgemeinheit auch nicht überprüfbar und wir müssen uns auf die Studiengruppen verlassen. In der PCR werden die falsch positiven gefunden, und für die ist die Wahrscheinlichkeit ja auch höher. Und was die Zahlen angeht: gerade Roche hat mehrfach überprüfen lassen, ob seine Ergebnisse richtig sind.
(9) amitiger24 · 26. Juli um 19:07
Lindner ist für so vieles kein Experte, eben auch nicht für Corona... Aber Hauptsache, ein paar Wählerstimmen gefangen
(8) Pontius · 26. Juli um 19:03
@6 Diese Zahlen für schnöde Antigen-Schnelltests? Ich meine auch, dass die Schnelltests nicht so genau sind - was idR nachfolgende PCR-Tests dann bestätigen.
(7) Sonnenwende · 26. Juli um 18:38
(2) Anders verhält es sich mit falsch positiven Ergebnissen. Die werden nur mit 95 % Wahrscheinlichkeit getroffen, aber falsch positive Ergebnisse sind ja insofern nicht relevant, da hier kein Risiko für die Bevölkerung entsteht. Trotzdem finde natürlich auch ich, dass Lintner nicht recht hat. Allerdings jetzt nicht gerade diesen Punkt. Aber ich finde, dass man nicht allzu leichtfertig mit Lockerungen umgehen darf und ich finde es unsolidarisch, sich nicht impfen zu lassen.
(6) Sonnenwende · 26. Juli um 18:36
@2 Wie kommst du denn darauf, dass 40 % der Tests falsch negativ sind? Das ist total falsch. Die Spezifität, also die Wahrscheinlichkeit der Schnelltests Virusträger auch als solche zu erkennen liegt bei 99% (1% falsch negative). Und da diese ja von autorisiertem Personal durchgeführt werden, kann man mittlerweile auch davon ausgehen, das durch die Durchführung (Stäbchen nicht weit genug eingeführt etc.) ebenfalls nicht vermehrt falsch negative Ergebnisse kommen. (2)
(5) michifritscher · 26. Juli um 18:33
Was vielleicht(!) vor Veranstaltungen grad so verantwortbar ist: Test, 5 Tage Quarantäne, Test. Aber selbst nach solchen Regimes gabs schon Massenausbrüche. Und für einen Restaurantbesuch tun sich das eher weniger an. Deswgen: Impfen!
(4) bangbuex51 · 26. Juli um 18:30
natürlich hat lindner recht. scheißegal, wie hoch die krankheitskosten sind, die freiheit geht vor. außerdem müssen wir die steuer senken, die verantwortung für uns wird natürlich privatisiert. wirtschaftlich sozial schwache gruppen werden aufgrund der wirtschaftlichen interessenten. wie immer wieder übersehen, natürlich weden die "blöden" nicht gut veredienenden üfr das negative verantwortlich gemacht.
(3) michifritscher · 26. Juli um 18:29
Ist der so dumm oder verbreitetet der wissentlich Lügen?! Falsch negative Tests sind _deutlich_ gefährlicher. Zumal Impfdurchbrüche oder wiederholte Ansteckungen in den allermeisten Fällen deutlich milder und kürzer verlaufen - und die Ansteckungsgefahr deutlich geringer ist. Zumal: Wenn bei einer Gruppe getesteter, aber ungeimpfter Leute auch nur einer doch infiziert hat und diese Gruppe über längere Zeit in einem geschlossenen Raum eng beieinander ist erwischts zu 90% die allermeisten auch
(2) e1faerber · 26. Juli um 15:17
So ein Dussel. 40 % der Schnell Tests sind falsch negativ an. Also eine große Gefährdung der Gesamtheit. Außerdem wird damit der moralischen Druck nach sich impfen zu lassen absolut abgeschwächt, wenn man auch ohne Impfung genauso leben kann. Reden allein hilft nicht, es muss ein gewisser Druck auf die nicht willigen ausgeübt werden kann. Er will mit diesen populistischen Behauptungen noch Wählerstimmen einfangen.
(1) BOOTBOSS · 26. Juli um 15:12
Die intensiven Forschungen, die zu dieser Aussage von Corona-Forscher Lindner fanden ausschliesslich in seinem eigenen Bauchgefühl statt. Für FDP-Wähler muss das als Wissenschaft ausreichen
 
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