Lily Allen nennt wahren Grund für kleinere Tour-Locations

16. September 2026, 10:00 Uhr · Quelle: BANG Showbiz
Lily Allen
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Lily Allen nennt wahren Grund für kleinere Tour-Locations.
Die Sängerin begründete die Verlegung mit zu geringen Ticketverkäufen und kritisierte die Intransparenz der Konzertbranche.

(BANG) - Lily Allen hat offen erklärt, warum sie mehrere Termine ihrer Nordamerika-Tour in kleinere Veranstaltungsorte verlegt hat.

Der Grund waren laut der Sängerin nicht etwa organisatorische Überlegungen, sondern schlicht zu geringe Ticketverkäufe. Für ihre 'West End Girl'-Tour waren ursprünglich mehrere Arena-Konzerte geplant. Im Juli wurde jedoch bekannt, dass einige Termine in Theater verlegt und ein Konzert in Montreal komplett gestrichen werden sollte. Im Gespräch mit dem Magazin 'The Cut' räumte die 41-Jährige nun mit möglichen Spekulationen über die Hintergründe auf. "Die Ticketverkäufe waren einfach nicht da", sagte Allen. Gleichzeitig wollte sie mit einem verbreiteten Vorurteil über die angebliche Gier von Künstlern aufräumen. "Ich glaube, dass die Leute manchmal eine falsche Vorstellung davon haben, wie gierig Künstler sind", erklärte sie. Zwar gebe es möglicherweise tatsächlich gierige Künstler, doch die Entscheidung über die Größe einer Location treffe ein Musiker nicht einfach allein. "Ich rufe nicht beim MSG und all diesen anderen Veranstaltungsorten an und sage: 'Ich würde diese Termine gerne buchen. Vielen Dank. Ich glaube, ich kann diese Arenen füllen.'"

Allen zufolge verfügen die Veranstalter selbst über umfangreiche Daten, mit denen sie einschätzen, wie viele Tickets sich voraussichtlich verkaufen lassen. Ein Künstler bekomme anschließend ein bestimmtes Angebot und werde darüber informiert, dass die Veranstaltungsfirma davon ausgehe, die entsprechende Location ausverkaufen zu können. Allen selbst sei von der Größe der ursprünglich geplanten Shows allerdings frühzeitig überrascht gewesen. "Ich war von Anfang an ein bisschen skeptisch. Ich sagte zu meinem Manager: 'Bist du dir sicher? Das scheint mir etwas zu hoch gegriffen.'" Ihr Manager habe daraufhin lediglich erklärt, dass dies die Einschätzung der Veranstalter sei. Deshalb habe man die Planung zunächst akzeptiert. Mit zunehmender Zeit habe sich jedoch gezeigt, dass die Nachfrage offenbar nicht ausreichen würde.

Statt die gesamte Tour abzusagen, entschied sich Allen gemeinsam mit dem Team für eine andere Lösung. Sie wollte nicht rund 50 Crewmitglieder enttäuschen, die damit gerechnet hatten, bis Oktober beschäftigt zu sein. Deshalb fragte das Team bei den Veranstaltern nach kleineren Locations, die besser zur tatsächlichen Nachfrage passten. Für Allen bleibt die Konzertbranche dennoch schwer durchschaubar. Sie bezeichnete das Live-Geschäft als "Minenfeld" und räumte ein, dass sie selbst noch immer nicht vollständig verstehe, wie das System funktioniert. Besonders irritierend seien für sie kurzfristig verfügbare Tickets. "Ich bekomme am Tag eines ausverkauften Konzerts Nachrichten von Leuten, die sagen: 'Ich habe heute ein Ticket für 22 Dollar bekommen.'" Offenbar würden manche Karten erst kurz vor der jeweiligen Show freigegeben. Gleichzeitig werde den Künstlern mitgeteilt, dass die Tickets bereits am ersten Verkaufstag ausverkauft gewesen seien. "Ich weiß nicht, was zum Teufel da passiert. Irgendjemand weiß es, aber der Künstler ist es nicht."

Musik / Lily Allen / West End Girl Tour / Konzertbranche / Ticketverkauf / Nordamerika
16.09.2026 · 10:00 Uhr
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