Lenovo Legion Y27gq-25 – Test – Scharfe Bilder im Millisekundentakt und G-Sync Unterstützung

Uns würde der neue Highend Monitor Y27gq-25 von Lenovo zur Verfügung gestellt. Das neue Bild-Wunder verspricht laut seinen Eckdaten ein Erlebnis welches jedem Gamer und Bildfanatiker ein Lächeln und vielleicht sogar ein paar Freudentränen ins Gesicht bringen soll. Wir testen und berichten, ob uns ein Bild zum lachen, weinen oder sogar beides geboten wird. Denn Werte auf Papier sind noch lange keine Praxis… aber hier geht es ja nicht um Abgaswerte 😉 . Eines kann ich jetzt schon verraten, die Entwickler bei Lenovo verstehen ihr Handwerk.

Zu Beginn, hier die Eckdaten die uns der Hersteller verspricht:

  • Displaygröße (Diagonale): 27 Zoll
  • Format 16:9
  • Abmessungen: 614 x 469 x 284
  • Bildwiederholrate: 240Hz
  • Auflosung: 2560 x 1440
  • Helligkeit: 400cd/m2
  • Kontrast(dynamisch): 1000:1 (3000000:1)
  • Blickwinkel(v/h): 160°/170°
  • 16,7 Mio. Farben

Features:

  • Curved: Nein
  • Synchronisation: G-Sync (Nvidia)
  • IntegrierteLautsprecher: Nein
  • Farbmanagement: RGB
  • WeitereBesonderheiten: Widescreen, LED-Backlight, Kopfhöreranschluss, USB Anschluss
  • Eingänge: 1x HDMI, 1x Displayport, USB-Hub
  • Ergonomie: drehbarer (+/-15°) und höhenverstellbarer Fuß (Delta 13 cm), Display neigbar (-5/+22°).
  • ExternesNetzteil (Verbrauch 48W/ EKC)

Am Anfang waren die Einzelteile… Und eine Anleitung.

Der Lieferumfang ist weit umfangreicher als ich es von anderen Monitoren kenne, wo wenn man Glück hat neben einem HDMI Kabel noch ein Werbesticker mitgeliefert wird. Anders sieht es aber beim öffnen des großen Paket von Lenovo aus, hier finden wir folgendes:

  • Display (wäre schlecht wenn der fehlt)
  • Ein 2-teiliger Standfuß bestehend aus eine Teleskopelement und dem Fuß
  • Netzteil
  • Mehrere Kabel (Displayport, HDMI, USB-Druckerkabel)
  • USB Lautsprecher von harman/kardon inkl. Anschlusskabel und Blenden
  • Und natürlich eine Montage- und Anschlussanleitung.

Die Einzelteile des Ständerwerk sind aus Metall und machen einen sehr stabilen und massiven Eindruck, die Unterseite des Boomerang förmigen Standfuß ist mit einem blauen rutschfesten Kunststoffeinsatz versehen um die Oberfläche des Aufstellortes zu schonen und einen rutschsicheren Stand zu bieten.

Der Zusammenbau erweist sich als einfach und unkompliziert, der Fuß und das Teleskopelement werden einfach ineinander gesteckt und mittels einer am Fuß integrierten Klapptflügelschraube fest miteinander verbunden. Die Bildschirmmontage ist ebenfalls denkbar einfach und verrastet sicher mit dem Standfuß. Werkzeug ist nicht erforderlich.

Die komplette Montage dauerte, inkl Paket öffnen und begutachten des Umfang keine 10 Minuten. Selbst mit 2 linken Händen und jeweils 5 Daumen sollte es kein Problem sein das in schickem Schwarz und Anthrazit gehaltene Schmuckstück zu montieren. Die breite Standfläche des Fußes bietet einen stabilen und sicheren Stand, hier wackelt und rutscht nix, solange ihr nicht am Berghang mit 100% Steigung ohne Gefälleausgleich wohnt.

Durch seine Einstellbarkeit in der Höhe, Neigung und Drehbarkeit kann der Monitor individuell ausgerichtet und positioniert werden wie es dem Anwender recht ist.

Der mitgelieferte Lautsprecher von harman/kardon lässt sich im Vorfeld beim Zusammenbau zwischen Standfuß und Teleskopelement mit einsetzen und bildet so eine Einheit, wenn es gewünscht ist. Je nachdem ob ihr den Lautsprecher integriert oder einfach daneben aufstellen wollt wurden 2 Blenden mitgeliefert.

Kabel dran und an damit…

Das Anschließen stellt da keine besondere Herausforderung dar, ob Displayport oder HDMI, einfach die gewünschte Anschlussart mit dem ausgebenden Gerät wie dem PC verbinden und schon solltet ihr ein Bild bekommen.

Der Sound ist ebenfalls ab jetzt über den 3,5mm Klinkenanschluss abgreifbar.

Um die USB-Anschlüsse und auch den Lautsprecher über den Monitor nutzen zu können, müsst ihr den Monitor über das mitgelieferte Druckerkabel mit einem USB eures PC verbinden. Jetzt könnt ihr auch die USB Lautsprecher am Bildschirm anschliesen und somit den vollen Sound der harman/kardon Speaker genießen. Ein Klinkenanschluss gibt euch noch die Möglichkeit ein Mikrofon anzuschließen. Der Lautsprecher selbst verfügt über einen Powerschalter, Lautstärkeregler, Mikrofonmute und einen Wahlschalter zur Einstellung der RGB Beleuchtung des Speaker.

Jetzt soll es aber soweit sein und wir stellen den Computer ein (der Reim war jetzt nicht geplant).

Mein PC begrüßt mich mit einem Startbildschirm und in einem Desktop in voller Pracht, nein… breiter, da mein eigentlicher Bildschirm sonst etwas kleiner ausfällt.

Da der Bildschirm nicht nur einen An/Ausschalter hat sondern noch ein paar Schalter mehr aufweist klicken wir uns erstmal durch die Einstellungen. Durch dieses Menü lässt es sich mit den gegebenen Tasten leicht manövrieren. Neben den typischen Einstellungen zum Kontrast, Helligkeit und der Eingangssignal Verwaltung finden wir neben vorgefertigten Settings für verschiedene Spieltypen keine großen Überraschungen. Hier sollte jeder sein Bild an die gegebenen Licht- und Farbverhältnisse anpassen können wie es ihm beliebt.

Wann sagt er denn jetzt endlich etwas über das Bild…? Ja, das kommt jetzt.

Ich hatte das Vergnügen den Monitor im Arbeitsalltag testen zu können, wo ich erstmal mit 3D Entwicklungsprogramm und gaaaanz langweilig, mit Officeanwendungen erste Eindrücke sammeln konnte. Dadurch dass mein eigentlicher Monitor zum zweit Display degradiert wurde konnte ich das Bild direkt vergleichen. Als erstes ist mir direkt aufgefallen dass ich mit dem Lenovo Y27gq-25 das rückseitige Fenster meines Arbeitsplatzes nicht abdunkeln musste um etwas erkennen zu können wenn die Sonne ungünstig steht. Die üblichen Reflektionen mit denen ich sonst zu kämpfen hatte schluckte das Display nahezu komplett weg, wo ich den Winkel des anderen Bildschirm ändern musste.

Jetzt baten sich auf der Arbeit selbst keine hoch komplizierten schnellen Bewegungen auf dem PC an, aber der erste Eindruck war schon mal ein voller Erfolg auch nach einem 8 stündigen Arbeitstag brauchten meine Augen zwar eine Pause, die aber Müdigkeit bedingt und nicht dem Display geschuldet war. 

Den Lautsprecher habe ich zunächst noch nicht voll testen können, da musste ich dann doch warten bis es Feierabend würde. Aber dann… durch den Anschluss über den USB wird die PC Lautstärke direkt via Lautsprecher gesteuert und es er lieferte mir ein super Klangbild, selbst bei voller Lautstärke gab es nix zu meckern für solch einen Lautsprecher in der Größe. Höhen und Tiefen kamen glasklar aus dem unscheinbar wirkenden Speaker.

Auch nach ein paar Arbeitstagen änderte sich nichts am ersten Eindruck und somit geht es zur nächsten Station.

Alles Abbauen, zusammenpacken und ab nach Hause an die Konsole und den heimischen PC…Der Abbau war wie schon der Aufbau super einfach.

Den Anfang machte die XBox One, alles Anschließen und rein ins Spielvergnügen. Das gestochen scharfe Bild bat mir ein ganz anderes Feeling als sonst auf dem TV, egal ob bei Shootern oder Rennspielen, RPG oder Simulation, absolut kein optisches Detail bat anstalten zur Kritik.

Ein Manko hat die Nutzung an der Konsole allerdings, die USB-Lautsprecher werden hier nicht unterstützt. Ein Anschließen eines alternativen Boxensystem ist aber trotzdem mittels des 3,5mm Klinkenanschluss am Monitor oder das zwischenschalten einer Soundbar über den HDMI möglich.

Nach dem spielen noch ein paar Filme über Blu-ray und Onlinedienste zum Entspannen hinterher. Ob in SD oder HD Qualität, schnelle Aktion oder Dokumentationen, der Lenovo Y27gq-25 liefert in jeder Situation ein sehr gutes Ergebnis.

Zu guter letzt kommt der heimische PC ins Spiel. Ein paar ältere und neuere Games, etwas Surfen… und auch hier kann ich von keinem anderen Ergebnis berichten. Auch hier funktionieren die Lautsprecher natürlich wieder einwandfrei.

Ein kleines ‘nice to have’ Detail bietet der Monitor noch und zwar ein abklappbarer Halter auf dem unser Headsets seinen Platz finden kann. Das ist jetzt nichts weltbewegendes aber dennoch eine Erwähnung wert und löst vielleicht des einen oder andere Problem in Punkto Kabelsalat indem alles ordentlich aufgehängt werden kann.

Lenovo Legion Y27gq-25 – Test – Scharfe Bilder im Millisekundentakt und G-Sync Unterstützung
9
Qualität
8
Steuerung
9
Design
6.5
Preis Leistung
8.5
Ausstattung
Gesamtwertung 8.2 / 10
Unser Fazit
Der Lenovo Y27gq-25 ist ein qualitativ hochwertiger Monitor der nicht nur die Herzen der Gamer schneller schlagen lässt, auch für andere Anwender bietet er ein hervorragendes Bild-Erlebnis. Die schnelle Reaktionszeit des Lenovo Y27gq-25 bringt euch dann evtl. noch den entscheidenden Vorteil wenn es um Millisekunden geht. Durch die G-Sync von Nvidia lässt sich, in Verbindung mit der richtigen Grafikkarte ein noch besseres Bild erreichen. Aber auch im Einsatz mit "einfachen" Grafikkarten, Konsolen oder Playern liefert das 27" Display ein Top Bild. Einzig 2 Kritikpunkte sollten nicht unerwähnt bleiben, zu einem würde ein Soundeingang am mitgelieferten Lautsprecher von harman/kardon diesen etwas flexibler nutzbar machen und auf der anderen Seite steht der Preis der nach aktuellem Stand meiner Meinung nach noch recht hoch angesetzt ist.
Gaming / Tests / Zubehör / 4K-Gaming / Bildschirm / G-SYNC / Lenovo / Lenovo Y27gq-25 / NVIDIA
[topgamingnews.de] · 09.11.2019 · 08:50 Uhr
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