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LANXESS-Aktie fällt dennoch: LANXESS erfüllt Jahresprognose - Gewinn im vierten Quartal stabil

Der um Sondereinflüsse bereinigte operative Gewinn (EBITDA) blieb mit 179 Millionen Euro stabil, wie aus der am Donnerstag vorgelegten Bilanz hervorgeht.

Die eigene Jahresprognose erfüllte LANXESS gleichwohl. Mit 1 Milliarde Euro fiel der operative Gewinn um 9,8 Prozent höher aus als im Vorjahr und erreichte damit wie zuletzt versprochen das oberen Ende der Zielspanne von 5 bis 10 Prozent Wachstum.

Mit einer Wiederholung ist 2019 nicht zu rechnen: Der Spezialchemiekonzern aus Köln erklärte zwar, trotz der sich abschwächenden Konjunktur sei er gut in das neue Jahr gestartet. Das bereinigte EBITDA werde "in etwa auf Vorjahresniveau" erwartet, hieß es weiter.

Unter dem Strich stand 2018 ein Nettogewinn von 431 Millionen Euro - rund fünf Mal so viel wie im Vorjahr. Hier wirkte sich unter anderem der Verkauf des 50-prozentigen Anteils am Kautschuk-Joint-Venture Arlanxeo aus, der zum Jahresende vollzogen worden war.

LANXESS will den Aktionären eine Dividende von 90 Cent je Anteilsschein zahlen - 10 Cent mehr als im Jahr zuvor.

Weiter schlechte Geschäfte in China zum Jahresbeginn

Wegen schwächelnder Nachfrage in China wird der Spezialchemiekonzern LANXESS in diesem Jahr beim Betriebsgewinn nach eigener Einschätzung nicht weiter anziehen. Wie auch im gesamten Markt sei die eigene Geschäftsentwicklung in dem asiatischen Land rückläufig, sagte Konzernchef Matthias Zachert am Donnerstag in Köln. "Wir gehen aber davon aus, dass wir das kompensieren können in anderen Bereichen und damit [insgesamt] auf Vorjahreshöhe herauskommen können."

Das sei durchaus ambitioniert, schließlich habe das Geschäft im vergangenen Jahr zeitweise gebrummt und die Vergleichswerte seien entsprechend hoch. Man blicke zuversichtlich auf 2019 und die kommenden Jahre, "obwohl das Marktumfeld schwieriger geworden ist".

LANXESS will trotz Schwäche im China-Geschäft 1Q-Ergebnis halten

LANXESS will der anhaltend schwachen Nachfrage aus China trotzen und das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) im ersten Quartal auf dem Vorjahresniveau halten. Vorstandschef Matthias Zachert gab sich auf der Bilanzpressekonferenz zuversichtlich, dass die absehbaren Einbußen in China kompensiert werden könnten. In den ersten beiden Monaten des neuen Jahres sei die Nachfrage ebenfalls schwächer gewesen, im März zeige sich eine leichte Belebung.

LANXESS hatte am Morgen angekündigt, das bereinigte EBITDA 2019 in etwa auf dem Vorjahresniveau etwas über einer 1 Milliarde Euro halten zu wollen. Eine detaillierte Prognose soll wie bei LANXESS üblich nach dem nächsten Quartal folgen. Das bisherige Ziel bezeichnete Zachert angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten als "ambitioniert". Wegen der Schwäche in der Autobranche dürfte das Polymergeschäft rückläufig ausfallen.

Zachert verwies allerdings darauf, dass der Konzern nach dem Ausstieg aus dem Kautschuk-Joint-Venture seine Abhängigkeit vom Automobilgeschäft auf 20 Prozent verringert habe. Vor fünf Jahren habe der Umsatzanteil mit der Branche noch bei 45 Prozent gelegen. "Wir sind damit besser aufgestellt als jemals zuvor", sagte er bei Vorstellung der Zahlen. In früheren Jahren hätte LANXESS bei ähnlichen Konjunkturaussichten Schleifspuren im Ergebnis bekommen, sagte er. 2019 solle dies wie schon im Vorjahr vermieden werden.

Im vierten Quartal hat sich LANXESS im Vergleich zu Wettbewerbern gut geschlagen. Mengen und Preise konnten auch zum Jahresschluss gesteigert werden. Das Rheinniedrigwasser führte zwar zu erhöhten Frachtkosten, Lieferausfälle konnte der Konzern aber mit logistischen Anstrengungen und verstärkter Lagerhaltung vermeiden. Das operative Ergebnis blieb stabil.

Trotz der positiven Zahlen fielen LANXESS-Titel am Donnerstag am Morgen 2,01 Prozent zurück auf 48,82 Euro. Am Nachmittag verbuchten die Papiere ein Minus von 1,83 Prozent. Am Abend schlossen sie mit einem Abschlag von 2,99 Prozent auf 48,33 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)/KÖLN (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 14.03.2019 · 17:54 Uhr
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