Krywyj Rih: Russische Drohnen töten 14 Zivilisten – Selenskyj fordert härteren Druck
Tote und Verletzte im Einkaufszentrum
Russische Drohnen haben in Krywyj Rih mindestens 14 Menschen in einem belebten Einkaufszentrum getötet und 103 weitere verletzt. Drei Kinder gehören zu den 27 Schwerverletzten. Die Angaben stammen vom Militärgouverneur Olexander Hanscha und Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Die Attacke erfolgte in zwei Wellen. Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes griffen die Drohnen erneut an – diesmal gezielt auf die Rettungskräfte. Selenskyj nennt das „zynisch und hinterhältig“.
„Solche Angriffe sind Terrorakte“
Selenskyj fordert die Welt auf, „echten Druck auf den Aggressor“ auszuüben. Ohne echte Konsequenzen für Russland werde es keinen Frieden geben. Die Heimatstadt des Präsidenten liegt 350 Kilometer südöstlich von Kiew und war erst vor wenigen Tagen schon einmal Ziel russischer Raketen und Drohnen.
Die harte Realität
Russland führt seit knapp viereinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine. In den letzten Monaten rückt das russische Militär verstärkt zivile Ziele ins Visier. Wer glaubt, mit halbherzigen Sanktionen und diplomatischen Appellen etwas zu erreichen, verkennt die Lage.
Die Ukraine braucht keine weiteren leeren Versprechen aus Brüssel oder Washington. Sie braucht klare Unterstützung – oder sie muss selbst für ihre Verteidigung sorgen. Alles andere ist Selbstbetrug.

