Krishnamoorthis Alarmismus zum Iran-Krieg übersieht die echte Gefahr in Asien: Washingtons eigene Überdehnung
Munition und Mission Creep
Krishnamoorthi argumentiert, dass der Krieg in Iran genau die Waffen und Plattformen aufbrauche, die zur Abschreckung Chinas benötigt werden. Er hat recht in der Diagnose der Erschöpfung, aber falsch in der Ursachenanalyse. Die Vereinigten Staaten haben sich für gleichzeitige Kriege und Proxy-Konflikte entschieden, anstatt ihre Kräfte dort zu konzentrieren, wo ihre Kerninteressen liegen: dem Schutz der Seewege, der Halbleiter-Lieferkette Taiwans und dem Kräftegleichgewicht im westlichen Pazifik.
Die eigentliche Lücke bei der asiatischen Abschreckung
Der Kongressabgeordnete kritisierte zudem die Zölle der Regierung gegenüber Kanada und deren Venezuela-Ölpolitik, während er mehr Hilfe für das überflutete Nepal forderte. Diese Positionen offenbaren den üblichen Reflex aus Washington: Jede Krise wird als Ausrede genutzt, um mehr auszugeben, mehr Sanktionen zu verhängen und Verpflichtungen noch dünner zu streichen. Kapital interessiert sich nicht für Pressemitteilungen des Kongresses; es fließt in Jurisdiktionen, die Eigentumsrechte sichern und unnötige Kriege vermeiden. Der US-Steuerzahler bleibt am Ende mit der Finanzierung sowohl der Munition als auch der anschließenden Wiederherstellung zurück.
Nicht der Kongress, sondern das Kapital entscheidet
Die Daten von Eulerpool zeigen bereits, dass Rüstungskonzerne Rekord-Rückstände verbuchen, während der freie Cashflow im kommerziellen Schiffbau und bei der Halbleiterausrüstung hinterherhinkt. Die Anleger preisen das Risiko korrekt ein: Endlose Einsätze im Nahen Osten erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines asiatischen Faktum-er-accomplis, nicht weil Iran stark ist, sondern weil Washington sich weigert, Prioritäten zu setzen. Wenn das Ziel eine glaubwürdige Abschreckung gegen Peking ist, lautet das Rezept weniger Missionen, nicht mehr Haushaltsmittel.

