Kretschmann: Politik erreicht Menschen zu wenig - AfD präsenter in sozialen Medien
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist der Ansicht, dass die Politik die Menschen nicht mehr ausreichend erreicht. In einem Interview mit dem Radiosender 'SWR 1' äußerte der Grünen-Politiker am Donnerstag seine Bedenken über die mangelnde Präsenz in den sozialen Medien. Während Politiker traditionell bevorzugt Interviews in Zeitungen geben, würden immer weniger Menschen diese lesen oder sogar abonnieren. Kretschmann betonte, dass die AfD in den sozialen Medien deutlich präsenter ist als andere Parteien.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, müssen Politiker laut Kretschmann wieder vermehrt 'ins Getümmel' zurückkehren. Nicht nur Gespräche mit Verbänden seien wichtig, sondern der direkte Dialog mit den Menschen selbst. Der Ministerpräsident ist der Überzeugung, dass der Aufstieg der AfD nur durch überzeugende Argumente gestoppt werden kann.
Die politische Kommunikation steht vor neuen Herausforderungen. Mit der zunehmenden Bedeutung der sozialen Medien müssen die etablierten Parteien ihre Strategien überdenken, um auch dort präsent zu sein. Die mangelnde Aufmerksamkeit in diesem Bereich könnte sich langfristig negativ auf die politische Relevanz auswirken. (eulerpool-AFX)

