Kreml wirft USA Provokation in Ukraine-Konflikt vor
Nach dem Besuch der stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland in der Ukraine hat der Kreml scharfe Kritik an den Vereinigten Staaten geübt. Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten, beschuldigte Washington, die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine zu provozieren. In einem Interview mit dem Korrespondenten Pawel Sarubin des russischen Staatsfernsehens, das am Wochenende auf Telegram geteilt wurde, unterstrich Peskow die Meinung des Kremls, dass die Präsenz und das Handeln der USA lediglich dazu beitragen, das Leid der ukrainischen Bevölkerung zu vergrößern und die Zahl der Opfer zu erhöhen.
Weiterhin betonte Peskow, dass die Vereinigten Staaten als direkte Mitspieler in den Konflikt eingestuft werden können und sich zusehends darin verstricken. Trotz der amerikanischen Beteiligung zeigte sich der Kremlsprecher optimistisch, dass diese Entwicklung keinen Einfluss auf den Ausgang des Krieges haben werde.
Dabei bediente Peskow eine regelmäßig vom Kreml propagierte Erzählung: dass die hohen Opferzahlen, welche durch den von Präsident Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine entstehen, maßgeblich durch die Unterstützung des Westens für die ukrainische Verteidigung verursacht seien.
Im Handelsblatt bleiben wir hinsichtlich der Berichterstattung über geopolitische Entwicklungen und deren potenzielle Auswirkungen auf die Weltwirtschaft stets am Puls der Zeit. (eulerpool-AFX)

