Kolumbien unter Schock: De la Espriella bittet Trump um Zoll-Aussetzung

Humanitäre Hilfe allein reicht nicht
Das schwere Erdbeben hat Kolumbien mit fast 300 Toten und massiven Zerstörungen getroffen. Präsident Abelardo de la Espriella nutzt seine Kontakte zu US-Präsident Donald Trump, um neben den bereits zugesagten 26,5 Millionen US-Dollar an Soforthilfen auch eine wirtschaftliche Atempause zu erreichen.
Zölle als Stolperstein für den Wiederaufbau
Erst im Juli hatten die USA die Zölle auf kolumbianische Waren von 10 auf 12,5 Prozent angehoben. Nun bittet de la Espriella um eine vorübergehende Aussetzung dieser Abgaben, um den Unternehmern seines Landes "sehr schwierige Zeiten" zu erleichtern. Das ist kein Almosen, sondern die Anerkennung, dass ein funktionierender Markt auch in Krisenzeiten Atempausen braucht.
Trumps Pragmatismus gegen Bürokratie
Trump hatte de la Espriella im Wahlkampf unterstützt. Das Telefonat zwischen beiden dauerte zehn Minuten. Es geht nicht um neue Subventionen oder langfristige Hilfsprogramme, sondern um die vorübergehende Rücknahme eines staatlichen Eingriffs in den Handel. Das passt zu einer Haltung, die den Staat als Schiedsrichter sieht und nicht als Mitspieler.
"The Shield of the Americas" als Zeichen der Kooperation
Kurz vor dem Erdbeben war Kolumbien Trumps Anti-Drogen-Bündnis "The Shield of the Americas" beigetreten. Gemeinsame Operationen gegen die Kartelle wurden vereinbart. Wer Drogenhandel und Gewalt bekämpft, verdient in Krisenzeiten keine zusätzliche Belastung durch Zölle.
Der Steuerzahler und der Markt
Die USA haben Rettungsteams, Lebensmittel und medizinische Güter zugesagt. Das ist Solidarität. Doch echte Hilfe zeigt sich nicht nur in Spenden, sondern in der Bereitschaft, bürokratische Hürden vorübergehend abzubauen. Wer baut, hat recht – auch in Kolumbien.

