KKR übernimmt Springer-Anteile in den nächsten Tagen

Die Finanzinvestoren haben die letzte Hürde genommen und dürfen die Springer-Anteile übernehmen.

Das Warten hat ein Ende. Schon lange liebäugelte der US-Investor KKR mit den Anteilen der Axel Springer SE und machte dem Verlag bereits im Juni ein Übernahmeangebot. Nun hat auch die letzte fusionskontrollrechtliche Prüfungsbehörde grünes Licht gegeben und dürfen die Anteile in den kommenden Tagen übernommen werden. Innerhalb der nächsten zehn Bankarbeitstage, also bis zum 27. Dezember wird das Angebot abgewickelt. Bei Axel Springer ist indes der Umbau schon im vollen Gange. Erst Ende September stellte der Verlag ein großes Spar- und Investitionsprogramm vor.

Durch das Übernahmeangebot sichert sich KKR 44,28 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte an Axel Springer. Im Zuge der Übernahme erhalten Aktionäre je angedienter Aktie der Axel Springer SE 63 Euro als Gegenleistung. "Die Axel Springer SE kann nun die strategische Partnerschaft mit KKR umsetzen und ihre führende Position im digitalen Journalismus und bei digitalen Rubrikenangeboten durch beschleunigtes Wachstum weiter ausbauen", heißt es in einer Pressemitteilung des Verlags.

Die in New York sitzende, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft, die bereits 54 Prozent am Marktforschungsinstitut GfK hält, begann dieses Jahr einen Großeinkauf im deutschen Mediengeschäft: Sie übernahm bereits die Tele München Gruppe, Günther Jauchs Produktionsfirma i&u TV sowie Universum Film. Da sie die Mindestannahmeschwelle für ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot bereits überschritten hatte, zog sich das Übernahmeangebot durch zahlreiche Prüfverfahren über ein halbes Jahr hin.
News / Wirtschaft
10.12.2019 · 14:54 Uhr
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