Kirgisistan: Uran-Abbau der 1960er Jahre bedroht die Trinkwasser-Versorgung

In den 1960er Jahren baute die Sowjetunion im heutigen Kirgisistan große Mengen Uran ab. Inzwischen hat das Land seine Selbstständigkeit erlangt. Die Folgen des Uran-Abbaus sind allerdings geblieben: Noch immer gibt es in den betroffenen Regionen riesige Becken, die unter anderem mit uranhaltigem Schlamm gefüllt sind. Insgesamt befinden sich in dem Land noch 260 Millionen Tonnen an Uran-Abfällen. Aktuell ist dies für die Einwohner und Tiere vor Ort kein akutes Problem. Denn die Absetzbecken wurden mit unkontaminiertem Boden bedeckte, sodass die Strahlungswerte in der Region nicht höher als üblich sind. Allerdings: Dies kann sich jederzeit ändern. Denn ein Erdbeben, eine Flut oder ein Hangrutsch könnten das belastete Material freisetzen, das dann beispielsweise in Nebenflüsse des Syrdarja-Flusses gelangen würde. Dieser wiederum ist von entscheidender Bedeutung für die Trinkwasser-Versorgung.

Bild: Shavkat Kholmatov [Public domain]

Deutsche Unternehmen sind federführend beteiligt

Deswegen hat die Regierung von Kirgisistan die Weltgemeinschaft um Unterstützung gebeten. Zunächst wurde die Situation daraufhin von internationalen Experten unter die Lupe genommen. Deren Befund war eindeutig: Sieben Becken im Ferghana-Tal müssen schnellstmöglich saniert werden. Ein erstes entsprechende Projekt wurde bereits von der Weltbank finanziert. Die Arbeiten haben unter anderem deutsche Spezialfirmen übernommen. Diese verfügen über Erfahrung aus dem eigenen Land. Denn auch in Sachsen und Thüringen wurde in der Vergangenheit Uran abgebaut. Inzwischen ist es aber gelungen, die Altlasten im Osten Deutschlands weitgehend zu beseitigen. In Kirgisistan wird es nun darum gehen, die Erosion der bestehenden Becken zu verhindern, das Regenwasser abzuleiten und besonders gefährdete Sammelstellen umzulagern. Die vollständige Sanierung der sieben als vordringlich eingestuften Becken würde insgesamt wohl rund 85 Millionen Euro kosten.

Noch fehlt Geld von internationalen Gebern

Kirgisistan selbst kann sich diese Summe allerdings nicht leisten. Daher wurde bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ein Fonds eingerichtet, der von internationalen Geldgebern gefüllt werden soll, um für die Kosten der Sanierung aufkommen zu können. Zu Beginn wurde dieser vor allem von der Europäischen Kommission finanziert. Inzwischen haben aber unter anderem auch schon Belgien, die Schweiz, die Vereinigten Staaten und Norwegen Beiträge überwiesen. Aus Deutschland hingegen ist noch kein Geld eingegangen. Insgesamt konnten so bisher 35 Millionen Euro eingesammelt werden. Weitere Zusagen wurden auf einer Geber-Konferenz am vergangenen Wochenende gegeben. Die Experten vor Ort sind daher durchaus hoffnungsvoll, bald mit der wichtigen Sanierungsarbeit beginnen zu können.

Via: DLF

Umwelt / Uran
[trendsderzukunft.de] · 18.11.2019 · 14:14 Uhr
[2 Kommentare]

Top-Themen

13.12. 22:55 | (04) Vater greift in Duisburg Schulleiterin und Hausmeister an
13.12. 22:52 | (00) Frau tot in Aschaffenburg aufgefunden - Ehemann festgenommen
13.12. 22:36 | (02) 1. Bundesliga: Hoffenheim verliert gegen Augsburg
13.12. 22:14 | (01) US-Börsen kaum verändert - Goldpreis steigt
13.12. 22:02 | (04) Hainer: "Wir stehen zur Bundesliga"
13.12. 21:58 | (04) Wahlsieger Johnson verspricht Ende der Brexit-Debatten
13.12. 21:43 | (05) Esken geht mit Medienanwalt gegen Bericht von "Kontraste" vor
13.12. 20:56 | (02) Union, SPD und FDP fordern Betätigungsverbot für Hisbollah
13.12. 20:46 | (05) «Der Pate»: Danny Aiello mit 86 Jahren gestorben
13.12. 20:26 | (04) 2. Bundesliga: Bochum gewinnt gegen Hannover
13.12. 20:09 | (00) 47-jähriger Mitarbeiter der Stadt Köln erstochen
13.12. 19:59 | (07) Ein Toter und 15 Verletzte nach Explosion in Wohnblock
13.12. 19:28 | (08) Ausschuss empfiehlt Amtsenthebungsverfahren gegen Trump
13.12. 18:55 | (29) Der Brexit ist besiegelt: Klarer Wahlsieg für Johnson
13.12. 18:54 | (08) Jeremy Corbyn: Rockstar der Linken ist politisch erledigt
13.12. 18:47 | (05) Lambsdorff: Johnson muss Übergangsfrist verlängern
13.12. 18:29 | (04) Lufthansa will sich für ausländische Investoren öffnen
13.12. 18:24 | (16) Kampf gegen Kinderpornografie: "Keuschheitsprobe" bald legal
13.12. 18:15 | (06) Streit um kugelsichere Polizeihelme
13.12. 18:08 | (00) Klarer Wahlsieg für Johnson
13.12. 18:02 | (08) Europas Sozialdemokraten dringen auf Mindeststeuer für Tech-Giganten
13.12. 18:00 | (01) Klimapaket: Umweltministerin erhöht Druck auf Union
13.12. 18:00 | (05) Buchversender leiden unter Portoerhöhung
13.12. 18:00 | (02) Bouffier kritisiert Greta Thunberg
13.12. 18:00 | (14) Schuster wirft Justiz "Sehschwäche auf dem rechten Auge" vor
13.12. 18:00 | (01) Thomas-Cook-Pleite: Verbraucheranwälte drohen weiter mit Klage
13.12. 17:50 | (00) Hinterbliebene vom Breitscheidplatz kritisieren BKA-Beamten
13.12. 17:41 | (03) Stadt-Mitarbeiter erstochen
13.12. 17:38 | (00) DAX legt zu - Henkel-Aktien lassen stark nach
13.12. 17:26 | (00) Weber: Brexit ist Chance für Europa
13.12. 17:01 | (19) Neue SPD-Chefs wollen Autobahn-Tempolimit durchsetzen
13.12. 16:56 | (00) USA und China einigen sich auf Teilabkommen im Handelsstreit
13.12. 16:54 | (00) UN-Klimakonferenz dauert länger
13.12. 16:44 | (05) FPÖ schmeißt Ex-Chef Strache raus
13.12. 16:37 | (00) USA und China kündigen Teileinigung im Handelsstreit an
13.12. 16:31 | (02) Neue SPD-Chefs knüpfen GroKo-Fortbestand an Zugeständnisse der Union
13.12. 16:25 | (06) Landwirtschaftsministerium verzögert Glyphosat-Ausstieg
13.12. 16:23 | (00) Ausschuss empfiehlt Eröffnung von Amtsenthebungsverfahren
13.12. 16:13 | (01) EU-Staaten einigen sich auf Fortführung der Euro-Reformen
13.12. 16:06 | (02) Ein Toter und Verletzte nach Explosion in Wohnblock im Harz
13.12. 16:00 | (04) Weber gegen Wiedereinzug von Orbáns Fidesz in EVP
13.12. 15:54 | (07) Radfahrer verursachen immer mehr Unfälle
13.12. 15:51 | (00) Fridays for Future tief enttäuscht von Weltklimakonferenz
13.12. 15:49 | (01) Konzert von Kollegah in München nach Kritik abgesagt
13.12. 15:32 | (04) Lindner kritisiert Linksruck bei SPD und Labour Party
13.12. 15:28 | (01) Giffey will Kinder im Internet besser schützen
13.12. 15:11 | (00) Soziale Netzwerke sollen Hass-Postings melden
13.12. 15:00 | (00) Robbie Williams an der Spitze der Album-Charts
13.12. 15:00 | (06) Hartz-IV-Sanktionen: Bund kürzte 2018 Leistungen um 174 Millionen Euro
13.12. 14:53 | (09) Mehr Kontrolle und Überwachung: Waffenrecht wird verschärft
13.12. 14:48 | (10) Deutschlands Verschuldung sinkt
13.12. 14:43 | (04) Von der Leyen: Zeit beim Brexit-Fahrplan ist knapp
13.12. 14:42 | (10) Schotten planen neues Unabhängigkeitsreferendum
13.12. 14:38 | (00) Von der Leyen rechnet mit schneller Ratifizierung von Brexit-Abkommen
13.12. 14:06 | (00) EU-Gipfel einigt sich auf Fortgang der Euro-Reformen
13.12. 14:06 | (00) Britischer Botschafter: "Es wird keinen ungeregelten Brexit geben"
13.12. 14:04 | (00) Explosion in Blankenburg
13.12. 14:00 | (02) Kubicki will zweite Amtszeit für Steinmeier
13.12. 13:59 | (00) Merkel: Verhandlungen nach Brexit werden kompliziert
13.12. 13:50 | (06) Sturgeon: Johnson hat "kein Mandat" für EU-Austritt Schottlands
13.12. 13:23 | (00) ZDF-Politbarometer: SPD bleibt bei 13 Prozent
13.12. 13:09 | (01) Röttgen: Nach Brexit droht Austritt Schottlands aus Großbritannien
13.12. 13:00 | (00) Neuseeland: Mehrere Todesopfer von Vulkaninsel geborgen
13.12. 12:59 | (00) Mann sticht auf Stadt-Mitarbeiter ein - Ein Toter
13.12. 12:55 | (00) Bundestag beschließt Änderungen im Waffenrecht
13.12. 12:52 | (00) Merkel gratuliert Johnson zu "eindrucksvollem Sieg"
13.12. 12:50 | (04) Maskierte greifen Auto von Hamburgs Innensenator Grote an
13.12. 12:46 | (07) Maas rechnet mit geregeltem Brexit Ende Januar
13.12. 12:45 | (00) Härtere Strafen: Gesetzentwurf gegen Hass im Netz
13.12. 12:44 | (01) Premier Boris Johnson bei der Queen
13.12. 12:39 | (00) DAX legt am Mittag deutlich zu - Henkel-Aktie lässt stark nach
13.12. 12:14 | (00) Bundestag verabschiedet verschärftes Waffenrecht
13.12. 12:08 | (07) SPD-Wirtschaftsexperte Christ tritt aus Partei aus
13.12. 11:57 | (01) Explosion in Blankenburg - Toter ist möglicherweise Mieter
13.12. 11:24 | (06) SPD-Chef: Labour-Niederlage zeigt Wichtigkeit der "klaren Haltung"
13.12. 11:08 | (00) Sachsen-Anhalt: Ein Toter nach Explosion in Wohnhaus
13.12. 10:57 | (00) Merkel gratuliert Johnson zum Wahlsieg
13.12. 10:56 | (00) Ein Toter und rund 25 Verletzte bei Explosion in Blankenburg
13.12. 10:54 | (00) Zweiter Tag des EU-Gipfels begonnen: Eurozone und Brexit
13.12. 10:42 | (01) Durchschnittserlös bei Abgabe von Strom an Haushalte gestiegen
13.12. 10:36 | (07) DGB: Auch Beamte und Bundestagsabgeordnete für Rente zahlen lassen
13.12. 10:30 | (05) Konkurrenz für Erdogan: Davutoglu stellt neue Partei vor
13.12. 10:11 | (03) BGH: Eigentümer müssen Eltern-Kind-Zentrum statt Laden hinnehmen
13.12. 10:10 | (05) Nach Tory-Wahlsieg: Grüne fordern klares EU-Verhandlungsmandat
13.12. 09:48 | (01) BSI warnt vor Schadsoftware auf neuen Handys und Tablets
13.12. 09:47 | (07) Schottische Nationalpartei will Schottland in EU halten
13.12. 09:44 | (00) Nach Anschlag: Pause in Gesprächen mit Taliban
13.12. 09:43 | (00) Niedersachsens Finanzminister offen für Fusion von Landesbanken
13.12. 09:38 | (03) Eisglätte führt zu Unfällen mit Toten und Verletzten
13.12. 09:37 | (00) DAX startet deutlich im Plus - Volkswagen-Aktie legt stark zu
13.12. 09:13 | (00) Anteil des Industriestroms an Bruttostromerzeugung gestiegen
13.12. 09:07 | (03) Hirnforscher: Schenkt den Kindern Zeit und Erfahrungen
13.12. 08:57 | (01) Mehrheit zweifelt an Erfolgschancen der neuen SPD-Spitze
13.12. 08:55 | (01) EU-Politiker McAllister zweifelt an Brexit-Fahrplan
13.12. 08:54 | (00) Umfrage: Mehrheit beurteilt neue SPD-Spitze pessimistisch
13.12. 08:46 | (01) Bundesbank: Deutsche Wirtschaft kommt aus Schwächephase heraus
13.12. 08:41 | (27) EU-Staaten einigen sich auf Klimaziel für 2050
13.12. 08:40 | (00) Trump gratuliert Johnson zu «großartigem Sieg»
13.12. 08:36 | (00) Ausbaugewerbe verzeichnet im dritten Quartal mehr Umsatz
13.12. 08:32 | (00) Werte-Union hat jetzt über 3.600 Mitglieder
 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News