K+S-Aktie geht schwächer aus dem Handel : Bei Salzgeschäft-Verkauf kurz vor dem Ziel

Die US-Justizbehörde genehmigte den milliardenschweren Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts an Stone Canyon Industries, wie K+S am Montagabend in Kassel mitteilte. Analyst Markus Mayer von der Baader Bank wertet das positiv. Viele Investoren hätten dem Management nicht mehr zugetraut, den Verkauf bis zum Sommer abzuschließen, erklärte er in einer Studie.

"Wir freuen uns, dass die Genehmigung der US-Behörde zeitnah erfolgt ist. Damit kommen wir jetzt auf die Zielgerade zum Closing der Transaktion", sagt Konzernchef Burkhard Lohr laut Mitteilung. Er sieht keine weiteren kartellrechtlichen Hürden und hält einen Abschluss des Verkaufs um den 30. April für wahrscheinlich. Dann dürften zeitnah auch die 2,5 Milliarden Euro in bar fließen, die sich K+S schon vor einer Weile durch eine Absicherung gegen Währungsschwankungen gesichert hatte.

Die Kasseler brauchen das Geld dringend für den Schuldenabbau nach einem teuren Neubau eines Kaliwerks in Kanada. Zudem hatten Produktionsprobleme in Deutschland wegen mangelnder Entsorgungsmöglichkeiten für Abwässer sowie eine Flaute des globalen Düngermarktes dem Konzern in den vergangenen Jahren immer wieder zu schaffen gemacht.

Angesichts der träge laufenden Geschäfte und der hohen Schulden hatte das Management von K+S verschiedene Optionen geprüft und sich dann im März 2020 für einen Verkauf des süd- und nordamerikanischen Salzgeschäfts entschieden. Einige Börsianer monieren aber, dass mit dem Salzgeschäft ein verlässlicher Gewinnbringer wegfalle. Das Geschäft mit Kalidünger schwankt tendenziell stärker. Zuletzt hellten sich die Perspektiven für die Branche aber auch dank eines starken Agrarmarktumfeldes auf.

Im Zusammenhang mit dem Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts hatte K+S auch die Konzernzentrale in Kassel verschlankt, da weniger Personal in der Verwaltung gebraucht wird.

So reagiert die K+S-Aktie

Auf XETRA gab die K+S-Aktie um 1,05 Prozent auf einen Schlusskurs von 8,31 Euro nach. Die Titel waren in den vergangenen Wochen kaum voran gekommen, bei etwa acht Euro aber gut unterstützt.

Der Düngerkonzern steht unmittelbar vor dem Abschluss des Verkaufs seines amerikanischen Salzgeschäfts. Die US-Justizbehörde habe die Fortsetzung des Verkaufsprozesses genehmigt, hieß es von K+S.

Das grüne Licht für den Verkauf durch die US-Justizbehörde sei eindeutig positiv zu werten, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank in einer ersten Reaktion. Er habe das Gefühl gehabt, dass der Markt dem vom Unternehmen angestrebten Abschluss bis zum Sommer misstraut habe.

KASSEL / FRANKFURT (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 20.04.2021 · 17:54 Uhr
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