Juncker fordert Einführung von Corona-Bonds

Berlin (dpa) - Trotz der Einigung der EU-Finanzminister auf ein Hilfspaket in der Corona-Krise hat sich der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker weiter für gemeinsame europäische Anleihen ausgesprochen.

«Es wäre ein Fehler, sich jetzt von der Einführung von Corona-Bonds oder Eurobonds zu verabschieden», sagte Juncker der «Welt» und den anderen Zeitungen der Leading European Newspaper Alliance (LENA).

Zwar sei die Zeit für Corona-Bonds noch nicht reif gewesen, sagte der EU-Politiker, fügte aber hinzu: «Die Idee der Corona-Bonds wird sich am Ende durchsetzen.» Die EU solle weiter auf dieses Ziel hinarbeiten «und den südeuropäischen Ländern, Italien und Spanien, auch klarmachen, dass wir das tun.»

Die EU-Finanzminister hatten sich am Donnerstag auf ein Hilfspaket geeinigt. Es enthält in der Hauptsache drei Elemente: vorsorgliche Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM, einen Garantiefonds für Unternehmenskredite der Europäischen Investitionsbank EIB und ein Kurzarbeiter-Programm namens «Sure». Das Streitthema Corona-Bonds war am Donnerstag zunächst ausgeklammert worden. Vor allem Deutschland sperrt sich gegen eine «Vergemeinschaftung von Schulden».

Gesundheit / Krankheiten / Finanzen / EU / Jean-Claude Juncker / Corona-Bonds / Anleihen / Europa
11.04.2020 · 05:03 Uhr
[0 Kommentare]
 

Deutsche Rüstungsgüter über Umwege nach Saudi-Arabien

Eurofighter
Berlin (dpa) - Trotz eines Exportstopps hat die Bundesregierung seit Anfang 2019 auf Umwegen zu […] (03)

Dreharbeiten zu 'Tomb Raider 2' für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt

Alicia Vikander
(BANG) - Die Dreharbeiten zu dem zweiten 'Tomb Raider''-Film wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. […] (00)
 
 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News