Jim Cramer: Es geht weiter nach unten - aber dann kommt die Jahresendrally

• Omikron-Crash am Black Friday
• Charttechnik deutet auf erneuten Einbruch hin
• Darauffolgende Erholung dürfte Jahresendrally einläuten

Ende November brachte eine Meldung die Märkte ins Wanken: Eine neue Coronavirus-Variante sei entdeckt worden, welche mehr Mutationen aufweise als alle bisher bekannten. Was darauf folgte war ein Paukenschlag an den Börsen. Die Angst vor neuen Lockdowns - und damit verbundenen Einbrüchen der Wirtschaft - kehrte zurück und ließ die Märkte abstürzen. Der deutsche Leitindex DAX verlor am darauffolgenden Handelstag mehr als vier Prozent, der EuroSTOXX 50 sogar fast fünf Prozent. Auch in den USA lasteten die Sorgen schwer: Der Dow Jones beendete die Sitzung rund 2,5 Prozent tiefer. Seitdem befinden sich die Märkte in einer Art Schaukelbörse. Grundsätzlich hat sich die Stimmung gebessert, neue Hiobsbotschaften schlagen jedoch schnell und deutlich zu Buche und lassen die Kurse immer wieder abrutschen. Viele Händler fragen sich nun, ob eine Jahresendrally in diesem Umfeld überhaupt möglich ist. US-Börsenkenner Jim Cramer hat sich mithilfe von dem Technischen Analysten Larry Williams ein Bild gemacht.

Es muss erst nach unten gehen...

Anfang Dezember warf CNBC-Moderator Jim Cramer in seiner Sendung "Mad Money" einen Blick auf die Charttechnik um herauszufinden, wie denn die Aussichten auf eine Jahresendrally stehen. Dabei nahm der Börsenkenner eine Interpretation des Futures-Experten und Technischen Analysten Larry Williams zu Hilfe. Das Ergebnis: Bevor die Jahresendrally an Fahrt aufnehmen kann, könnte es noch einmal kräftig bergab gehen. So beruft sich Williams auf die "Advance-Decline-Linie". Dieses Mittel der Technischen Analyse wird als Trendindikator genutzt. Die Berechnung erfolgt als Zeitreihe, in welcher von der Anzahl der gestiegenen Aktien die Anzahl der gefallenen Aktien subtrahiert wird. Diese Linie deutet derzeit daraufhin, dass es noch weiter nach unten gehen dürfte. Auch Cramer zeigt sich alarmiert: "Williams macht sich darüber Sorgen, denn die Durchschnittswerte neigen dazu, der Advance-Decline-Linie zu folgen", so der Börsenkenner. Die Börsen dürften also trotz Omikron-Einbruch die Talsohle noch nicht erreicht haben.

... doch dann kommt der Aufschwung

Auf der anderen Seite steht jedoch die Saisonalität, die historisch gesehen den Märkten in der zweiten Dezemberhälfte wieder Auftrieb verleihen dürfte. "Wenn Sie sich nur für das saisonale Muster interessieren, dann sollten sie den [S&P 500] am 15. Dezember kaufen ... um die Bewegung von der Mitte bis zum Ende des Monats mitzunehmen", so Cramers Aussage. Mit Blick auf den historischen Kontext geht Williams außerdem davon aus, dass sich die Advance-Decline-Linie "um den 10. Dezember umkehren wird", wie Cramer bemerkt. Dann könnte es für den gesamten Markt wieder nach oben gehen. Cramer geht also davon aus, dass die kommende Woche noch schwierig werden könnte, besonders da die Omikron-Unsicherheit weiter anhielte. Einer Jahresendrally ab Mitte des Monats stünde dem ehemaligen Hedgefonds-Manager zufolge jedoch nichts im Wege.

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 08.12.2021 · 16:33 Uhr
[1 Kommentar]
 
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