Jim Cramer: Diese Aktien sind jetzt ein Kauf

Weil er mit dem Verlauf der Verhandlungen unzufrieden ist, hat US-Präsident Donald Trump damit gedroht, die bereits eingeführten Strafzölle auf Einfuhren aus China mit einem Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent zu erhöhen. Außerdem erwäge er eine Ausweitung der Sonderzölle auf alle Importe aus China, die insgesamt ein Volumen von mehr als 500 Milliarden US-Dollar haben. Die Volksrepublik hat daraufhin Gegenmaßnahmen angekündigt und damit gedroht, die Zölle auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar auf 25 Prozent anzuheben.

Jim Cramer: Das ist "witzig"

Wie Cramer jedoch in seiner CNBC-Sendung "Mad Money" erklärte, misst er der Drohung aus Peking keine große Bedeutung bei. Zum einen betreffen die chinesischen Zölle hauptsächlich US-Agrarprodukte. Die US-Bauern würden aber von Washington stark subventioniert und vor ausländischem Wettbewerb geschützt. Außerdem könnten deren Waren auch in andere Länder verkauft werden. Deshalb müsse man sich um den Agrarsektor keine Sorgen machen.

Zum anderen kämen die übrigen betroffenen Produkte - wie Fernseher, Kameras oder sogar Handschuhe - aus US-Industriebereichen, die schon längst - teilweise auch von China - ausgelöscht wurden, so Cramer. Deshalb hält er die chinesische Liste von Strafzöllen für "witzig" und "ziemlich pathetisch".

Anleger sollten zugreifen

Der Ex-Hedgefondsmanager glaubt insgesamt nicht, dass China der US-Wirtschaft noch stärker schaden kann, der Aktienmarkt könne aber trotzdem unter dem Handelsstreit leiden, weil das Thema das Potenzial habe, Panik heraufzubeschwören.

Die Gewinne der meisten Unternehme würden aber nicht unter dem Handelskonflikt leiden, meint der "Mad Money"-Moderator. Anleger sollten sich deshalb bereit für Käufe machen, insbesondere bei solchen Aktien, die nicht von der Drohung höherer chinesischer Zölle betroffen seien. Er denke dabei an die FANG-Werte (Facebook, Amazon, Netflix und die Google-Mutter Alphabet). Gute Kaufgelegenheiten könne es auch in den Bereichen Pflege, Versicherung und Telekommunikation geben.

Auf der anderen Seite könnten Starbucks, Nike und Apple unter den chinesischen Maßnahmen leiden. Was den iPhone-Hersteller betrifft, ist sich Cramer unsicher, wie China verfahren wird. Einerseits wären Schritte gegen Apple deutlich effektiver als gegen Produkte wie Forellen, Aal oder in den USA hergestellte Pasta. Andererseits würden viele Apple-Teile in China produziert, so dass Maßnahmen gegen Apple so wären, als würde man sich "die Nase abschneiden, um sich ins Gesicht zu spucken", kommentierte Cramer.

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[finanzen.net] · 16.05.2019 · 19:04 Uhr
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