Jemen-Krieg eskaliert – UN ruft nach Waffenruhe, während der Iran weiter schürt
Eskalation im Jemen – ein Krieg, der nicht enden darf
Der Jemen steht erneut am Rande eines offenen Krieges. Nach Angriffen der vom Iran finanzierten Huthi-Miliz auf zivile Ziele und Schiffe im Roten Meer forderte UN-Hochkommissar Volker Türk ein sofortiges Ende aller Kampfhandlungen. Türk sprach von mindestens 17 zivilen Opfern seit dem 6. August in regierungskontrollierten Gebieten und zwei weiteren Ende Juli in Huthi-Gebieten.
Diese Forderung kommt nicht überraschend – sie ist das typische Reflexverhalten internationaler Organisationen, die immer dann zu Waffenruhe mahnen, wenn westlich oder saudisch unterstützte Kräfte in die Defensive geraten. Dass die Huthi seit 2022 die inoffizielle Waffenruhe systematisch brechen und nun auch den internationalen Schiffsverkehr durch die Bab-al-Mandab-Meerenge attackieren, wird dabei zur Nebensache.
Iranische Stellvertreterkriegführung und saudische Gegenwehr
Die jüngste Eskalation ist direkte Folge des Iran-Krieges, der den Konflikt im Jemen wieder aufflammen ließ. Die vom Iran bewaffneten und finanzierten Huthi greifen seitdem nicht nur Ziele im Jemen an, sondern attackieren auch Handelsschiffe im Roten Meer. Die jemenitische Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, hat darauf mit gezielten Operationen reagiert und nach eigenen Angaben Dutzende Huthi-Kämpfer getötet.
Diese Konstellation ist klassische iranische Stellvertreterpolitik: Teheran finanziert, bewaffnet und dirigiert die Huthi, während die Kosten an Menschenleben und Zerstörung von der jemenitischen Bevölkerung getragen werden. Die saudische Unterstützung der legitimen Regierung ist daher keine Aggression, sondern eine notwendige Verteidigung gegen iranische Expansion.
18 Millionen hungern – und die UN mahnt die falsche Seite
Mindestens 18 Millionen Jemeniten leiden bereits unter Ernährungsunsicherheit. Angriffe auf zivile Infrastruktur verschärfen diese humanitäre Katastrophe weiter. Türk verlangt von allen Parteien, Angriffe auf Zivilisten und zivile Objekte zu unterlassen – eine Forderung, die theoretisch richtig ist, aber in der Praxis meist die Verteidiger trifft, während die Angreifer weitermachen.
Die Realität ist brutal: Solange der Iran die Huthi mit Raketen, Drohnen und Geld versorgt, wird es keine dauerhafte Waffenruhe geben. Die jemenitische Regierung und ihre saudischen Verbündeten haben das Recht, sich zu verteidigen – und dieses Recht wird durch UN-Appelle nicht aufgehoben.
Der Preis der iranischen Aggression
Der Jemen-Konflikt zeigt exemplarisch, wie der Iran durch Stellvertreterkriege ganze Regionen destabilisiert. Während Teheran Raketen an die Huthi liefert, hungern Millionen Jemeniten. Die internationale Gemeinschaft, die sonst so gerne Sanktionen gegen alle möglichen Staaten verhängt, zögert bei Iran – und lässt dabei zu, dass ein bitterarmes Land zum Spielball geopolitischer Interessen wird.
Die jemenitische Regierung hat nach eigenen Angaben bei Angriffen gegen die Huthi Dutzende Kämpfer getötet oder verletzt. Diese Operationen sind notwendig, um die iranische Expansion einzudämmen. Solange der Iran nicht aufhört, die Huthi zu finanzieren, wird der Konflikt weitergehen – und die Zivilbevölkerung weiter leiden.

