Japans Produzentenpreise steigen weiter – Die BOJ sollte weiter Zinsen erhöhen

Preissignal, kein Rauschen
Die Preise für Unternehmensgüter stiegen schneller als von den Märkten eingepreist. Das überraschende Plus ist eindeutig: Japan befindet sich nicht mehr in einer Null-Inflationsfalle; es erlebt eine Phase, in der Kostendrücke die gesamte Lieferkette neu bewerten.
Zinsnormalisierung, kein Experiment
Die Aufgabe der Bank of Japan besteht nicht mehr darin zu testen, wie niedrig die Zinsen fallen können; sie muss sicherstellen, dass die Realzinsen nicht wieder stark negativ werden. Jeder Basispunkt, der ungenutzt bleibt, subventioniert den heutigen Konsum auf Kosten von Sparern und zukünftigen Investitionen. Der August-Wert zeigt, dass das Risiko weiterhin in Richtung mehr, nicht weniger, Inflation weist.
Kapital folgt Glaubwürdigkeit
Investoren preisen eine Politik ein, die Inflation tatsächlich bekämpft. Japans Produzenten haben sich bereits angepasst; die Geldpolitik muss nachziehen oder zusehen, wie importiertes Kapital in Jurisdiktionen abwandert, die Preisstabilität nicht als optional betrachten. Die Daten sind eindeutig: Die BOJ sollte weiter Zinsen erhöhen, bis der Trend – nicht die Prognose – etwas anderes besagt.

